Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 1. Band (1859)
Entstehung
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und mit unſerer Schmach, wir müſſen jetzt ſein wie die Rachegeiſter, welche über die Haide im Sturmgeheul des Unglücks dahin fahren und mit unſerm Geſchrei die dürren Halme wecken, daß ſie ſich in Schwerter verwandeln und die Schläfer wach rufen, die ſich friedlichen Träumen überlaſſen möchten! Preußen darf jetzt keinen Frieden machen mit ſeinem Unglück, es muß den Krieg hineinbohren in alle Gemüther und in alle Herzen, damit ſie ſich erheben in ſchmerzlicher Wuth und den Feind aus ihrem Herzen und aus ihrem Vaterlande verjagen. Freund, wir haben jetzt den Fall Preußens geſehen, aber von nun an müſſen wir arbeiten, daß wir auch ſeine Wiedergeburt erleben! Wir ſelber müſſen die Geburtshelfer dieſer neuen Zeit ſein, wir

Still, unterbrach ihn Prickler leiſe und haſtig. Sehen Sie dort hin und nehmen Sie Ihren Degen!

Sie ſtanden jetzt unfern von einem Feldweg, der ſich bis zu einem kleinen Gehölz hinzog. Aus dieſem Gehölz war ſoeben eine männliche ſchlanke Geſtalt hervorgetreten und kam jetzt mit raſchen Schritten den Pfad daher, gerade den beiden Officieren entgegen. Noch indeß war er zu weit entfernt, um ſein Antlitz, oder ſeine Kleidung erkennen zu können, um zu ſehen, ob er ein bewaffneter Soldat, oder ein friedfer⸗ tiger Wanderer ſei.

Gewiß ein Franzoſe und ſeine Kameraden lauern im Hinterhalt, murmelte Graf Prickler, indem er die Hand an ſeinen Degen legte.

Wenn er uns attakiren will, ſo mag er ſein Todesgebet ſprechen, ſagte Schill ruhig. Wir ſind Zwei und jeder von uns hat einen ge⸗ ſunden Arm.

Die Geſtalt war jetzt näher gekommen und deutlich konnte man nun erkennen, daß ſie keine Uniform trug. Es iſt ein blutjunger Menſch, flüſterte Prickler, und einer vom Civil. Er hat uns noch nicht bemerkt, wie es ſcheint, jener Dornſtrauch verbirgt uns ſeinen Blicken. Bücken wir uns ein wenig tiefer, und da der Pfad jenſeits iſt, geht er vielleicht vorüber, ohne uns zu bemerken.

Sie ließen ſich hinter dem Dorngebüſch Beide auf ein Knie nieder, aber indem ſie es thaten, nahmen ſie zugleich das Schwert in die Hand und machten ſich zum Angriff bereit.