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Nun hielten ſie den Athem an und horchten. Eine tiefe Stille herrſchte ringsum, man hörte nichts, als die raſchen Schritte des Wandernden, welche näher und näher herankamen. Plötzlich ward dieſe Stille durch eine friſche jugendliche Stimme unterbrochen, welche gleichſam wie zur Introduction die Melodie eines beliebten Liedes ſang.
Ach, er ſingt, murmelte Schill, wer heute ſingen kann, der iſt harmlos und ungefährlich, und es verlohnt ſich nicht der Mühe, ihn zu tödten.
Still, ſtill, hören wir, was er ſingt, flüſterte Prickler. Er legt jetzt ſeiner Melodie auch Worte unter! Hören Sie nur!
Die Stimme kam den beiden Lauſchenden näher und näher, und deutlich konnte man jetzt die Worte verſtehen, welche ſie ſang.
Dieſe Worte lauteten:
Keine Thräne, Hermann, für Dein Volk? Keine Thräne, und die Schande brennet, Und der Feind gebietet, wo die Freien Siegten und fielen?
Keine Stimme laut, wo Luther ſprach? Alle Donner, die der Himmel ſendet Sollten rufen: Volk erwache! feiges, Greife zum Schwerte.
Rache! Rache! Heißen blut'gen Tod Sklavenfürſten und dem Knecht, der fliehet! Männerwort gefürchtet und geprieſen Männliche Tugend!
Ach wohin? wo Winkelried erlag, Wilhelm ſchlug, und Ruyter tapfer ſiegte; Auf den höchſten Alpen, in den tiefſten Sümpfen iſt Knechtſchaft.
Auch Du, Hermann's, auch Du, kühnes Volk? Auf! Erwache! Schüttle Deine Ketten,
Daß die Schmach die Welt vernehme, bald auch Blutige Rache!
Eber ktzten V dem Dor bleiche, und mit deten
) „In die


