Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 4. Band (1859)
Entstehung
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Fünf! ſagte der Grenadier. Und Du? fragte der Fürſt einen andern Grenadier.

Dreil ſagte dieſer.

Ich thu's nicht unter ſieben Franzoſen, ſchrie ein Dritter.

Ich nicht unter zehn! jubelte ein Vierter.*)

Der Fürſt lachte und ſchritt weiter durch das Lager hin.

Dann, als die Nacht hereingebrochen, ritt er mit ſeinem Stabe auf einen Hügel bei Kapellendorf, wo er ſein Hauptquartier hatte.

Von dem Hügel aus überſchauete er mit ſpähendem Blick die Gegend, wo der Feind ſtand, deſſen Lager nur hier und dort von we⸗ nigen Lichtern und Feuern bezeichnet waren.

Wir werden morgen nichts zu thun haben, ſagte der Fürſt, ſich an ſeine Officiere wendend. Wie es ſcheint, wird die franzöſiſche Hauptarmee ſich nach Leipzig und Naumburg wenden. Wir werden höchſtens morgen kleine Scheingefechte haben, weiter nichts. Wir können alſo ruhig ſchlafen gehen und unſere Soldaten auch. Gute Nacht, meine Herren!

Und der Fürſt ritt mit ſeinen Adjutanten hinunter nach Kapellen⸗ dorf zu ſeinem Quartier, um zu Bett zu gehen und zu ſchlafen.

Eine Stunde ſpäter herrſchte im preußiſchen Lager bei Jena eine tiefe Stille. Die Soldaten ſchliefen, und auch ihr Feldherr ſchlief.

Und tiefe Stille herrſchte auch im preußiſchen Lager zu Auerſtädt; der König hatte noch ſpät am Abend einen Kriegsrath gehalten, und mit dem Herzog von Braunſchweig, dem Feldmarſchall von Möllendorf und den übrigen Generälen berathen, was die Armee am nächſten Tage zu thun habe. Das Reſultat dieſer Berathung war geweſen, daß für den morgenden Tag an eine Schlacht nicht zu denken ſei, daß

die Armee alſo ruhig vorwärts rücken, dem Feinde, der ſich zurück zu

ziehen ſcheine, nachgehen und ihn verhindern ſolle, über die Saale zu ſchreiten. Damit war der Kriegsrath beendet, und der Herzog von Braun⸗

*) F. Förſter: Neuere und neueſte preußiſche Geſchichte, I. 753.