Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 4. Band (1859)
Entstehung
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Herr! Willſt Du ſie zurückſtoßen? Willſt Du mir nicht geſtatten, Dich zu begleiten?

Es iſt unmöglich, ſagte der König kopfſchüttelnd.

Unmöglich? rief ſie raſch. Wenn Du, wenn der König es will!

Der König darf es nicht wollen, Luiſe. Ich werde eine Zeitlang aufhören König zu ſein, und nur ein Soldat im Feldlager ſein. Wo iſt da Raum und Bequemlichkeit für eine! Königin?

Wenn Du aufhörſt König zu ſein, ſagte Luiſe lächelnd, dann iſt die natürliche Folge, daß ich auch keine Königin mehr bin. Wenn Du nur noch ein Soldat biſt, nun, ſo bin ich eine einfache Soldatenfrau, und der ziemt es wohl, daß ſie ihren Mann ins Feldlager begleite. Oh, Friedrich, ſage nicht Nein, verſage mir nicht mein höchſtes Glück, mein höchſtes Recht! Haben wir nicht vor dem Altar Gottes geſchworen, Hand in Hand durch das Leben zu gehen, in Glück und Unglück treu und freudig an einander zu alten? Und jetzt willſt Du Deines

Schwurs vergeſſen? Willſt unſere Wege trennen?

Der Weg des Krieges iſt hart und rauh, ſagte der König trübe.. 8 8 8 8

Drum muß ich bei Dir ſein, um Dir zuweilen einige Blumen auf dieſen Weg zu ſtreuen, rief die Königin freudig. Ich muß da ſein, um nach den Tagen, die Du in Anſtrengung und Sorge durchlebſt, Dir zuweilen doch eine ſtille, friedliche Abendſtunde zu bereiten! Ich muß bei Dir ſein, um mich mit Dir zu freuen, wenn das Glück Dir leuchtet, um Dich zu tröſten, wenn das Unglück Dich heimſucht. Fühlſt Du denn nicht, mein Geliebter, daß wir Zwei ewig unauflöslich zu einander gehören, und daß wir unzertrennlich durch das Leben dahin ſchreiten müſſen, ſei's in Freuden, ſei's in Leiden?

Ich darf nicht an mich denken, Luiſe, ſagte der König tiefbewegt, nicht daran, welch ein Genuß es für mich ſein würde, wenn ich in dieſen wildbewegten und ſtürmiſchen Tagen Dich, meinen Engel des Friedens und der Freudigkeit, an meiner Seite ſähe, ich darf nur an Dich denken, an die Königin, an die Mutter meiner Kinder, die ich keiner Gefahr ausſetzen darf, die ich bewahren möchte vor jeder rauhen Luft und vor jeder Sorge.

Wenn ich nicht bei Dir bin, wird die Sorge mich verzehren, und

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