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Ueberall in Berlin herrſchte eine frohe, kriegsmuthige Stimmung, mit Guirlanden und Kränzen waren alle Häuſer geſchmückt und in ihren Feſtgewändern wogten die Berliner durch die Straßen, um mit ihren Jubelſtimmen und Glückwünſchen die abziehenden Garden zu grüßen.
Der König hatte ihnen ſo eben die Parade abgenommen und begab
ſich jetzt zu ſeiner Gemahlin, um von ihr Abſchied zu nehmen und dann an der Spitze ſeiner Garden Berlin zu verlaſſen. Die Königin ging ihm mit einem ſtrahlenden Lächeln entgegen und ein wunderbarer Ausdruck von Freude und Glück leuchtete aus ihren Augen. Der König ſchaute mit einem wehmüthigen Ausdruck in ihr ſchönes erregtes Angeſicht und ihre heitere Freudigkeit machte ihn nur noch trüber.
Du empfängſt mich mit einem Lächeln, ſagte er, und mein Herz iſt ſorgenvoll und traurig. Weißt Du denn nicht, weshalb ich zu Dir
zu nehmen!
Sie legte ihre beiden Hände auf ſeine Schultern und ihr ganzes Antlitz glänzte wie unter Sonnenſtrahlen.
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komme? Ich komme, um Abſchied von Dir
Nein, ſagte ſie, Du kommſt, um mich abzuholen!
Der König ſah ſie verwirrt und erſchrocken an. Wie denn, um Dich abzuholen? fragte er. Wohin willſt Du denn gehen?
Jetzt ſchlang Luiſe ihre beiden Arme um ihres Gemahls Nacken und ſich an ihn ſchmiegend, rief ſie mit lauter, freudiger Stimme: Ich will mit Dir gehen, mein Gemahl!
Mit mir? rief der König.
Ja, mit Dir, ſagte ſie. Und glaubſt Du denn, mein Freund, daß ich ſo heiter und freudig hätte ſein können, wenn dies nicht meine Hoffnung und mein Troſt geweſen wäre? Ganz heimlich und in der Stille habe ich alle Vorkehrungen getroffen, Alles bereitet und ange⸗ ordnet. Jetzt bin ich reiſefertig, nichts hält mich mehr zurück. Ich habe Alles geordnet,— ich habe ſogar, ſetzte ſie leiſe und mit zitternder Stimme hinzu, ich habe ſogar ſchon Abſchied genommen von den Kin⸗ dern, und ich geſtehe Dir, es hat mich Thränen gekoſtet. Mein halbes Herz bleibt bei ihnen zurück, aber die andere, die größere Hälfte, die geht mit Dir und bleibt bei Dir, mein Freund, mein Geliebter und
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