Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 4. Band (1859)
Entstehung
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woren,

ück treu

Dnoa Deies

gtrübe. men auf ſein, ſchlebſt, n Ich lic Dir

Fihlſt Flich zu

n dahin

fbewegl⸗

der Gram wie ein Sturmwind mich umtoben! rief die Königin leiden⸗

ſchaftlich. Tag und Nacht würde ich keine Ruhe haben, denn immer

würde mein Herz ſich zu Dir ſehnen und meine Seele um Dich ſorgen

Immer würde ich Dich vor mir ſehen, einer Perſon nicht wenn es gilt den Sieg zu erfechten, Die Kugeln ſchonen nicht das Haupt der Könige, und ab von ihrer geheiligten Geſtalt.

weiß, nicht abzuwehren. die Schwerter gleiten nicht machtlos Im Kriege iſt der König nur noch ein Mann! daß ſie im Kriege auch nur ein Weib ſei, Dein Weib, welches hat, Dich zu pflegen, wenn Du verwundet wirſt, und Deine

Königin, das Recht k

Du wirſt D achten,

Schmerzen und Sorgen mit Dir zu

haſt D

Sie ſchaute

theilen.

u den Muth, Dein Weib zu verſtoßen? ihn an mit thränenfeuchten flehenden Blicken, ihre

verwundet, t ſchonen, Du wirſt Deines Lebens

blutend, denn ich

oder die Schmach

Geſtatte alſo der

Oh, mein Geliebter,

ganze ſchöne und große Seele leuchtete in einem Ausdruck unendlicher

Liebe aus ihrem

Angeſicht.

Der König, überwältigt, hingeriſſen von ihrem Anblick, hatte nicht Er zog ſie in ſeine Arme, und

mehr die Kraft ihr zu widerſtehen. drückte einen langen glühenden Kuß auf ihre Stirn. Nein, ſagte er tiefbewegt, nein,

Liebe zurückzuweiſen. hat! Wir wollen es Hand in Hand muthvoll und entſchloſſen ertragen.

Nichts ſoll uns trennen, als der Tod!

liebtes Weib, begleite mich, wohin ich auch gehe!

,

Möge geſchehen,

ich habe nicht den Muth, Deine

Komm,

was Gott über uns verhängt

meine Luiſe, mein ge⸗

Die Königin ſtieß einen Freudenſchrei aus, und des Königs Hand

neigte ſie ſich über ſie,

und drückte,

bevor der König es

hindern konnte, einen glühenden Kuß auf dieſelbe. Luiſe, was thuſt Du? rief König der faſt beſchämt, Du

Lautes Geſchrei,

das von der Straße her ertönte, unterbrach ihn.

Hand in Hand eilte das königliche Paar an das Fenſter. Drüben vor dem Haupt-Portal des Zeughauſes hatte ſich eine

dichte Menſchenmenge gebildet,

ſchreiend und in wilder Neugierde

ſchienen ſie alle um einen Gegenſtand ſich zu drängen, der in der Mitte

des größten Gewühls ſich befand.