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und verzagt, und ſeine Miniſter wünſchen nichts ſehnlicher, als einen dauernden Frieden mit Frankreich. Seine Feldherren aber und Ge⸗ neräle fühlen eine ſo glühende Bewunderung für Napoleons Feldherrn talent, daß ſelbſt der Erzherzog Carl geſagt hat:„er würde es für einen Frevel halten, noch länger gegen Napoleon zu kämpfen, ſtatt um ſeine Bundesgenoſſenſchaft zu werben.“*)
Er möchte Recht haben, ſagte der König, nur hätte er es ſtatt eines Frevels eine Unbeſonnenheit nennen ſollen. Ich weiß wohl, daß wir jetzt nicht mehr zurück können, daß die Gewalt der Umſtände uns zwingen wird, des Schwert aufzuheben und den Kampf zu wagen, aber ich verhehle mir nicht alle die großen Mißſtände und Gefahren, die es für Preußen hat, wenn es allein, ohne wirkſame und thätige Bundesgenoſſen, den Kampf unternimmt. Ich bin jahrelang bemüht geweſen, Preußen vor den Schreckniſſen und Uebelſtänden des Krieges zu bewahren, aber die Umſtände ſind ſtärker als ich und ich werde mich ihnen fügen müſſen!
Im Gegentheil, die Umſtände werden ſich Eurer Majeſtät fügen müſſen und das Schickſal—
Das Schickſal, unterbrach ihn der König haſtig, das Schickſal iſt kein Hof⸗Cavalier und es hat mir niemals ſonderlich geſchmeichelt.
Majeſtät, ich wollte es machen wie das Schickſal, ich wollte auch nicht ſchmeicheln, ſagte Hardenberg lächelnd, ich wollte nur die Wahr⸗ heit ſagen. Das Schickſal ſcheint ſich uns geneigter zu erklären, das wollte ich ſagen. Ich habe Briefe von dem engliſchen Miniſter Fox erhalten. Der König Georg der Dritte, da er jetzt ſieht, daß Preußen Ernſt macht und ſich zum Kriege rüſtet, iſt jetzt einer Allianz mit Preußen geneigter. Das erſte günſtige Zeichen davon iſt, daß Eng⸗ land die Blokade der norddeutſchen Flüſſe aufgehoben hat; wir werden bald einen Abgeſandten Englands hier anlangen ſehen, um mit Preußen Frieden zu ſchließen und über eine Allianz zu verhandeln, die uns Truppen und Geld zuführt.
*) Lebensbilder aus dem Befreiungskriege.


