696 auch dieſelbe Summe zeichnet. Ich werd e ſie ihm aus meiner Cha⸗ toulle erſetzen.*)
Die Königin erwiderte nichts; ſie ſchlang ihre ſchönen, weißen Arme um den Nacken des Königs und drückte einen glühenden Kuß auf ſeine Lippen, dann wandte ſie ſich raſch um und verließ das Gemach, vielleicht um ihren Gemahl die Thränen nicht ſehen zu laſſen, die in ihren Augen ſtanden.—
Der König ſchaute ihr nach mit einem langen innigen Blick. Oh, ſagte er leiſe vor ſich hin, ſie iſt der Sonnenglanz meines Lebens. Wie öde und kalt wäre es ohne ſie!— Und jetzt zu den Geſchäften!
Er eilte haſtig nach der entgegengeſetzten Thür und öffnete ſie. Ich laſſe den Miniſter von Hardenberg bitten, zu mir zu kommen, be⸗ fahl er dem Kammerdiener, der in der Antichambre wartete.
Wenige Minuten ſpäter trat Hardenberg ein. Der König ging ihm einige Schritte entgegen und ſah ihn forſchend an.
Gute Nachrichten? fragte er.
Majeſtät,„gut“ iſt ein ſehr relativer Begriff, erwiderte Harden⸗ berg achſelzuckend. Ich nenne es ſchon gut, wenn man eine offene und entſcheidende Antwort erhält.
Die alſo bringen Sie, ſagte der König raſch, berichten Sie mir nerſt das Reſultat. Die weiteren Auseinanderſetzungen nachher!
Ew. Majeſtät zu Befehl! Das Reſultat iſt, daß Oeſterreich
neutral bleiben und jetzt keine Schlacht mehr wagen Seine Fi⸗ nanzen ſind erſchöpft, ſein Heer iſt durch die vielen Niederlag raliſirt und muthlos geworden. Napoleon hat O nicht blos materiell, ſondern auch moraliſch beſiegt. Ein paniſcher Schrecken vor dem Franzoſenkaiſer und ſeinen ſieggewohnten Heeren hat ſich der Ge⸗ müther der öſterreichiſchen Soldaten bemächtigt; der Kaiſer iſt muthlos
demo⸗
*) In Berlin, Le eipzig und in allen größeren Städten Deutſchlands nicht
allein ward für Palm's Wittwe geſammelt, ſondern auch in England und Ruß
land fanden ähnliche Sammlungen ſtatt. In Petersburg waren der Kaiſer und
die Kaiſerin die Erſten, welche ihren Namen auf die Subſcriptionsliſte ſetzten
und eine bedeutende Summe zeichneten. Siehe: Biographie des Johann Philipp
Palm. München 1842.
und verza dauernden nerüle füh
eines Fre wir jetzt zwingen aber ich
geweſen, zu bewa mich ihn
Im müſſen u
Das kein Hof
Ma nicht ſch heit ſage wollte ic echalten. Erſt m Prelßen land die bald ein Frieden Truppe


