Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 4. Band (1859)
Entstehung
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Wi ßt ſich herab, mir Artigkeiten zu ſagen? rief die Königin mit einem friſchen und fröhlichen Lachen, indem ſie ihr Haupt von des Königs Schulter erhob, und ihn ſchalkhaft anſchauete. Aber, mein König, Dein Vergleich iſt auch nicht richtig. Die Purpur⸗ aben Dornen und Stacheln, und verwunden Jeden, der ſie be⸗ um alle Herrlichkeiten der Welt Dir nicht ſo würde ich alle

Mein Herr lä

roſen h rührt. Ich aber möchte wehe thun und Dich verletzen! Wäre ich eine Roſe, meine duftenden Blätter abſchütteln, um Dir ein Kiſſen daraus zu be⸗

dem Dein edles Haupt ausruhen möchte von der Mühſal

reiten, auf und der Pein des Tages, und auf dem Du ſchöne Träume von einer

glücklichen Zukunft finden ſollteſt. Nur Träume von einer Wilhelm ſinnend. Du magſt wohl Recht haben, eine glückliche Zukunft in der That nur ein Traum iſt! Nein, rief die Königin, die ſtrahlenden Augen zum Himmel er

hebend, ich glaube feſt an das Glück der Zukunft, ich glaube und weiß, daß Gott Dich, den edelſten und ſ

chuldloſeſten der Fürſten, dazu aus⸗

den Uebermuth dieſes verwegenen Tyrannen zu brechen, tiſches Joch ſchmieden möchte, und ändergier die Hände erhebt nach allen Fürſten kronen! Deine Krone ſoll er nicht berühren! Die iſt der Fels, an dem ſeine Macht ſcheitert, und zu deſſen Füßen ſich ſeine ſtolzen Wogen brechen werden. Preußen wird die Schmadh Deutſchlands ſühnen, deſſen bin ich gewiß, und darum bin ich auch ſo glücklich und vertrauensvoll, ſeit Du, mein Herr und König, die Larve dieſer fal ſchen Freundſchaft zu dem Tyrannen weggeworfen und ihm Dein offenes, zürnendes Feindes⸗Antlitz gezeigt haſt. Es lag auf meinem Herzen, wie eine ſchwere Wolke, ſo lange wir noch diplomatiſirten und vermittelten, und um Frieden buhlten, und Vortheile erhofften von

und ohne Glauben, ohne Ehyrlichkeit und Wahrheitsliebe. Jetzt, ſeit Du ihm feindlich gegenüber getreten, ſeit Du Deine Armee in Kriegsbereitſchaft geſetzt haſt, jetzt iſt die Wolke verſchwunden, und Alles in mir iſt wieder licht und freudenhell!

Und dennoch, wer weiß, ob ich Recht gethan habe, ſeufzte der

glücklichen Zukunft! ſagte Friedrich daß die Hoffnung auf

erwählt hat, der die ganze Welt unter ſein despo

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