Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 4. Band (1859)
Entstehung
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Die Vriegserklärung Preußens.

Friedrich Wilhelm der Dritte hatte heute noch nicht ſein

König dem früheſten Morgen hatte er ſich in daſſelbe

Kabinet verlaſſen. Seit zu arbeiten. Landkarten, Schlachtpläne und aufge⸗

zurückgezogen, um und in ihrer Mitte

ſchlagene Bücher lagen auf den Tiſchen um ihn her,

ſaß der König, ſinnenden Blicks und ſorgenvoller Miene.

Ein leiſes Klopfen an der Thür ſtörte ihn in ſeinen Gedanken

Der König hob ſein Haupt empor und horchte. Das Klopfen wieder⸗ lte ſich.

as kann nur

holte ſie ſein, ſagte er vor ſich hin, und ein leiſes

Er eilte nach der Thür hin und

ſi D Lächeln flog durch ſeine Züge. öffnete ſie.

Seine Ahnung hatte ihn nicht getäuſcht. Es war die Königin, welche da vor der Thür ſtand. Lächelnd, anmuthsvoll und heiter wie immer, trat ſie in das Kabinet ein, und reichte ihrem Gemahl ihre Hand dar.

Zürnſt Du mir, mein theurer Freund, daß ich

Aber mir ſchien, Du habeſt heute lange genug für und da konnteſt Du Deiner Luiſe auch wohl

Dich geſtört habe?

fragte ſie zärtlich. den Staat gearbeitet, eine Viertelſtunde weihen. Du weißt wohl, wenn ich Dich nicht am Morgen geſehen habe, ſo fehlt meinem Tag

und er iſt grau und düſter. Deshalb, da Du heute noch nicht zu mir

Dir. Guten Morgen, mein Herr und

e der rechte Sonnenſchein,

gekommen biſt, komme ich zu Gemahl.

Guten Morgen, meine Königin, ſagte die durchſichtig weiße Stirn der Königin drückend. Füge hinzu, guten Tag, meine theure Auiſe, denn ein Glückwunſch aus ſo ſchönem und edlem Munde wird hoffentlich alle böſen Geiſter ſchrecken, und machen, Ich erwarte gar Vieles von ihm!

der König, einen Kuß auf

daß dieſer Tag wirklich gut wird. Die Stirn des Königs, welche ſich bei dem Erſcheinen der Königin

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