Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 4. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

676 kamen. Wie ein Lauffeuer hatte ſich durch ganz Braunau die Nachricht verbreitet, daß das Kriegsgericht das Urtheil gefällt, daß Palm kraft deſſelben heute Mittag um zwei Uhr im Feſtungsgraben ſollte erſchoſſen werden.

Die Bürger hatten dieſe Nachricht mit dumpfer Wuth, mit ſtum mem Entſetzen aufgenommen; die Behörden und die Beamten des Magiſtrats hatten den Befehl erhalten, ſich um die feſtgeſetzte Stunde in ihrer Amtstracht auf dem Richtplatz einzufinden, um Zeuge der Execution zu ſein.

Zu ſchwach zum Widerſtand, und wohl wiſſend, daß ſie von ihren eigenen höheren deutſchen Behörden keinen Beiſtand zu erwarten hätten, blieb ihnen keine Wahl. Dem Geſetz der Nothwendigkeit ſich fügend, erklärten ſie ſich alſo bereit, den Befehlen des franzöſiſchen Generals zu folgen und auf dem Richtplatz zu erſcheinen.

Aber wo alle Männer zagten, wo ſie alle ſcheu und feig ihren Schmerz und ihre Demüthigung hinunter würgten, da erhoben ſich die Frauen in der echten kühnen Begeiſterung ihres Schmerzgefühls. Sie konnten nicht drohen, nicht ihre Hand bewaffnen mit dem Schwert, wie die Männer, aber ſie konnten flehen und bitten, und ſtatt der Waffen in ihren Händen hatten ſie die Thränen in ihren Augen.

Wenn Du nicht gehen willſt, um für einen deutſchen Bürger Recht und Gerechtigkeit zu fordern, ſo werde ich es thun, hatte die Frau des Bürgermeiſters von Braunau zu ihrem Gatten geſagt. Du haſt zu ſorgen für das Wohlergehen der Stadt, ich aber will für ihre Ehre ſorgen. Ich will nicht, daß dieſer Tag für uns eine ewige Schmach ſei, und daß die Geſchichte einſt zu berichten habe von der ſclaviſchen Furcht, mit welcher wir uns demuthsvoll dem Willen des franzöſiſchen

Tyrannen gefügt hätten. Ihr Männer wollt nicht bei dem General

für Palm ſprechen, nun wohl, ſo werden wir Frauen es thun, und Gott wenigſtens wird unſere Worte hören und die Geſchichte wird ſie aufbewahren!

Sie wandte ihrem Gatten den Rücken und ging, um ihre Freun⸗ enachrichtigen und ihre Boten durch die Stadt zu ſenden.

dinnen zu b von Haus zu Haus tönte der Ruf:

Und von Straße zu Straße,

legt Tra Lßt u deutſche Kel herz ha Hütten Greiſin

an den

ſchwank die lan

— 3

ſtaunen und ſei

Ko entgegen llang zu damals jenes T Ziterge Aber je wachſen

Ge kommen

5 J

—

Stadt ll G deutſch zu gän zu wen