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Stimme. Ihr habt Euch hier zu meinen Richtern aufgeworfen, dort oben wird Gott Euch richten!
Er wandte ſich um und ſchritt den Soldaten voran aus dem Saal.
Jetzt bleibt uns nur noch übrig, die Magiſtratsbeamten dieſer Stadt von dem, was geſchehen muß, zu benachrichtigen, ſagte der General nach einer kurzen Pauſe. Sie müſſen der Execution beiwohnen, denn nicht unter dem Schleier des Geheimniſſes, ſondern öffentlich, vor dem Auge Gottes und der Menſchen, muß die Hinrichtung ſtatt⸗ finden. Mögen alle Behörden, möge die ganze Stadt Zeuge ſein, wie Frankreich diejenigen beſtraft und richtet, welche in hochverrätheriſchem Erfrechen ſich gegen Frankreichs Ehre und Glorie verſündigt haben!
Er hob die Sitzung auf und kehrte in das Innere ſeiner Gemächer zurück, um nach ſo anſtrengender Sitzung auszuruhen, und bei einem ausgeſuchten Mahl ſich vorzubereiten zu dem unangenehmen Geſchäft, einer Hinrichtung beiwohnen zu müſſen.——
Eben ſchlürfte der General mit unendlichem Behagen ein Glas Malvaſier und aß dazu von der würzigen Gänſeleberpaſtete, die aus Straßburg verſchrieben worden, als ein ſeltſames und anhaltendes Geräuſch von der Straße her ihn mitten in ſeinen gaſtronomiſchen Genüſſen ſtörte.
Er ſetzte verdrießlich ſein Glas hin und wandte Auge und Ohr den Fenſtern zu, welche hinausführten auf den Marktplatz. Das Ge⸗ räuſch dauerte immer noch fort, es klang ſeltſam und ungewöhnlich, wie als ob ungeheure Schwärme von Bienen mit ihrem Summen die Luft erfüllten.
Der General ſtand auf und eilte ans Fenſter.
In der That, ein ſeltſamer und ungewöhnlicher Anblick bot ſich ihm dar. Wie ein einziges ſchwarzes Meer wogte der ganze Markt⸗ platz von Menſchen, nicht von drohenden, wildbewegten Menſchen, die mit erhobenen Fäuſten und funkelnden Augen daher ſtürmten in Auf⸗ ruhr und Empörung, ſondern von ſolchen, deren Augen mit Thränen angefüllt waren, deren Arme ſich flehend erhoben.
Es waren Weiber und Kinder allein, welche den Platz anfüllten, welche in feierlichem Zuge durch die nächſtgelegenen Straßen daher 43*


