dihn daß ſie ſich pflegen und ſchonen ſoll, ſtatt nach Braunau zu reiſen zu
dem Sterbelager ihres Gatten?
Nein, meine Tochter, rief die Frau, nein, ich ſage: reiſen Sie!
All Gönnen Sie ſich keine Minute Erholung, bevor Sie nicht bei Ihrem uiſn Mann ſind. Gott wird Sie geleiten und Sie ſchützen, denn er iſt die
Liebe, und er erbarmt ſich Derer, welche in der Liebe wandeln! Reiſen und Sie alſo mit Gott, aber um Ihres Mannes willen, nehmen Sie
ſtärkende Nahrung zu ſich, verſuchen Sie zu eſſen und zu ſchlafen, un? damit Sie neue Kräfte gewinnen, denn Sie werden ſie gebrauchen! Geben Sie mir etwas Stärkendes, ich will eſſen, Mutter, rief hoben Anna, ihre Arme zärtlich um den Nacken der Wirthin legend, ich will als er
auch dieſe Nacht zu ſchlafen verſuchen, denn Sie haben Recht: ich werde weine Kräfte gebrauchen! Aber wenn ich gegeſſen habe, nicht wahr, dann darf ich ſofort abreiſen?
g nicht Ja, mein armes, theures Kind, dann dürfen Sie abreiſen. Jetzt kommen Sie in mein Zimmer, Ihr Mahl ſteht ſchon bereit!
ie von Eine halbe Stunde ſpäter hob die Wirthin ſelber Anna in den itte be⸗ Wagen, und mit einer Stimme, welche von verhaltenen Thränen weil zittertete, rief ſie: Leben Sie wohl, meine Tochter. Gott ſegne Sie zurück⸗ und gebe Ihnen Kraft. Wenn Sie einſt allein ſtehen und einer Mutter
bedürfen, dann kommen Sie zu mir! Möge der Herr ſich Ihrer der mir erbarmen!
ntwortet Ja, möge der Herr ſich meiner erbarmen, und mich mit Ihm Nannes ſterben laſſen, flüſterte Anna, als der Wagen mit ihr auf der Straße n, ihm dahin rollte.
daran Um die Mittagsſtunde des nächſten Tages langte ſie in Braunau
an; es war der Mittag des ſechs und zwanzigſten Auguſt 1806. thaben nnes zu Sterbe⸗ geweſen, ſein und Meine
bleiben,


