ſchlag Ew. Majeſtät vor. Der Kaiſer meinte, es würde ihm außer⸗ ordentliche Freude gewähren, Ew. Majeſtät zu ſehen und kennen zu lernen, aber die Zeit ſei jetzt zu kurz dazu. Auch miſſe er vor einer ſolchen Unterredung erſt ſich mit dem Kaiſer von Oeſterreich beſprechen, und außerdem erſt die Geſinnungen Ew. Majeſtät näher kennen, um danach beurtheilen zu können, ob eine Unterredung förderlich ſei. Des⸗ halb wolle er mich von einem ſeiner Vertrauten begleiten laſſen, und ihm eine Miſſion an Ew. Majeſtät geben. Die Antwort, die er von Eurer Majeſtät brächte, ſolle alsdann entſcheiden.
Ah, und der dritte Tag wird auf dieſe Weiſe hingehen! rief Na⸗ poleon freudig. Haben Sie den Abgeordneten des Kaiſers mitgebracht?
Ja, Sire! Es iſt der Fürſt Dolgorucki, der erſte Adjutant des Kaiſers.
Wo iſt er?
Sire, ich ließ ihn bei der Hauptwache, dort erwartet er die Be⸗ fehle Ew. Majeſtät.
Napoleon ſprang haſtig von dem Strohbündel empor, auf welchem er mit ineinandergeſchlagenen Armen geſeſſen hatte.
Mein Pferd! rief er laut, und wie Rouſtan ſeinen Schimmel herbeiführte, ſchwang er ſich in den Sattel und ſprengte ſo raſch vor⸗ wärts, daß ſein Gefolge ihn kaum einzuholen vermochte. Nahe bei der Hauptwache angelangt, hielt er ſein Pferd an und ſtieg ab, und während er Savary abſandte, den Fürſten Dolgorucki zu ihm zu führen, murmelte er leiſe: Jetzt nur noch einen Tag!
Mit der Ruhe und Gelaſſenheit eines ſieggewohnten Feldherrn, eines ſtolzen Imperators, empfing er den Fürſten. Ein Wink ſeiner Hand hieß ſein Gefolge zurücktreten, und als ſie ſich weit genug ent⸗ fernt hatten, begann er ſeine Unterredung mit dem Fürſten Dolgorucki, auf der großen Landſtraße mit ihm auf und abwandelnd.
Auf einmal näherte ſich der Kaiſer raſch den Herren ſeines Ge⸗ folges, und ſie hörten, wie er mit lauter, zürnender Stimme ſagte:
Wenn Sie mir weiter nichts zu ſagen haben, ſo eilen Sie, Ihrem Kaiſer den Beſcheid zu bringen, daß ich gar nicht an dergleichen Be⸗ dingungen gedacht hätte, als ich eine Unterredung mit ihm wünſchte,
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