Alexander zurück. Sagen Sie ihm, daß ich ihm auf morgen eine Zu⸗ ſammenkunft vorſchlagen laſſe, zwiſchen beiden Heeren, auf offenem Felde, Zeit und Stunde nach ſeinem Belieben, und daß, wohlverſtänd⸗ lich, während dieſer Zeit ein Waffenſtillſtand von 24 Stunden eintreten müſſe. Gehen Sie!.
Ich glaube, ſagte der Kaiſer, als er wieder allein war, ich glaube, ich habe auch meinen zweiten Tag gewonnen, nun fehlt mir nur noch der dritte, um endlich alle meine Feinde beſiegen zu können! Dieſe übermüthigen Herren Ruſſen glauben alſo, daß ich eine Schlacht ver⸗ meiden und ruhig hier ſtehen bleiben will? Ich will ſie in dieſem Glauben beſtärken, es ſollen Schanzen angelegt und Arbeiter an den Batteriebettungen aufgeſtellt werden! Alles muß den Anſchein der Aengſtlichkeit und Verzagtheit haben!
Und Napoleon berief ſeine Generäle um ſich und ertheilte ihnen laut dieſe neuen Befehle, leiſe beorderte er ſie, die retrograde Bewe⸗ gung beginnen zu laſſen, und die Truppen auf dem großen, geſtern recognoscirten Terrain die Stellungen einnehmen zu laſſen, welche er ihnen beſtimmte.
Und die Nacht verging und die Hälfte des zweiten Tages, bevor General Savary von ſeiner Sendung heimkehrte. Napoleon hatte während dieſer Zeit ſein Quartier verändert. Er hatte ſich ins Lager zu ſeiner Armee begeben, und ein Bund Stroh diente ihm jetzt zur Lagerſtätte.— Er hatte Savary mit Ungeduld erwartet, und ging ihm haſtigen Schrittes entgegen.
Weshalb ſo ſpät? fragte er.
Sire, es war faſt unmöglich, zum Kaiſer zu gelangen. Er hatte Olmütz verlaſſen, und ſich, gleich Ew. Majeſtät, in das Lager zur Armee begeben. Die ganze Nacht hindurch geleitete man mich von Bivouac zu Bivouac, um den Fürſten Bagration zu ſuchen, der allein mich zum Kaiſer führen konnte.
Und Sie haben den Kaiſer geſprochen? fragte Napoleon ungeduldig.
Ja, Sire, nach vielen Hinderniſſen und Schwierigkeiten iſt es mir gelungen, bis zum Kaiſer zu gelangen. Ich trug ihm den Vor⸗
einen Trompeter und kehren Sie ins ruſſiſche Lager zum Kaiſer


