halbes Jahr lang gar nicht zu Bett zu gehen, ſondern auf der Erde oder auf einem Stuhl zu ſchlafen, und ich befand mich ganz gut dabei. Gieb mir mein Kopftuch und meinen Rock, Conſtant.
Conſtant eilte ſeufzend in das Schlafzimmer, um die befohlenen Dinge zu holen, und während er dann dem Kaiſer das ſeidene Kopf⸗ tuch umlegte, und ihm behülflich war, die Uniform mit dem grauen, leicht wattirten und bequemen Tuchrock zu vertauſchen, pfiff und ſummte der Kaiſer leiſe ein Lied vor ſich hin.
Dann ſtreckte er ſich behaglich in ſeinem Lehnſtuhl aus, und Con⸗ ſtant freundlich zunickend, ſagte er: ſobald der General Savary zurück⸗ kehrt, ſoll er zu mir eintreten.
Conſtant ſchlich leiſe auf den Zehen hinaus in das Vorzimmer. Dort begegnete er einigen ſeiner Bekannten.
Eine Neuigkeit, meine Herren, ſagte er. Wir werden in zwei bis drei Tagen eine Schlacht liefern.
Hat der Kaiſer es Ihnen geſagt?
Nein, es iſt nicht ſeine Gewohnheit, dergleichen zu ſagen. Aber während der Nachttvilette hat er die Arie Marlborough's gepfiffen, und das thut er nur, wenn es zur Schlacht gehen ſoll.*)
II. Por der Schlacht.
Fünf Stunden ſpäter trat General Savary wieder in das Cabinet des Kaiſers, er lag noch auf ſeinem Lehnſtuhl und ſchlief, aber wie der General leiſe ihn anredete, ſchlug Napoleon die Augen auf, und fragte lebhaft: Nun, haben Sie den Czar geſehen?
Ja, Sire, ich habe ihn geſehen und auch geſprochen.
*) Mémoires de Constant. IW. 109.
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