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Preußen für Frankreich eben ſo viel Werth habe, als das active Ruß⸗ land für Oeſterreich.
Weshalb wiederholen Sie meine Worte von geſtern? fragte der Kaiſer ungeſtüm.
Sire, weil Preußen heut nicht mehr neutral iſt, ſagte Graf Stadion feierlich.
Weil Preußen im Begriff iſt, gleich Rußland und England Oeſter⸗ reichs thätiger Bundesgenoſſe zu werden, fügte Graf Giulay hinzu.
Napoleon ließ ſeine düſterflammenden Blicke von dem Antlitz des Einen zu dem des Andern hinüber ſchweifen.
Woher haben Sie dieſe Nachricht? fragte er endlich.
Sire, von Sr. Majeſtät dem Kaiſer Alexander von Rußland. Er hat mit dem König in Potsdam einen Vertrag abgeſchloſſen, nach welchem dieſer ſich zur Theilnahme an dem Feldzug und zur Beihülfe Oeſter⸗ reichs erklärt, wenn Ew. Majeſtät nicht geruhten die Bedingungen ein⸗ zugehen, welche der König von Preußen als Vermittler zwiſchen der Coalition und Frankreich Ew. Majeſtät machen ſoll.
Ah, der König von Preußen will mir Bedingungen machen! rief Napoleon achſelzuckend. Kennen Sie dieſe Bedingungen?
Der König von Preußen wird Ew. Majeſtät den Vorſchlag machen, die Krone von Italien aufzugeben, die italieniſchen Fürſten in ihrer Freiheit und Unabhängigkeit zu belaſſen, ebenſo die Unabhängigkeit des Deutſchen Reichs, Hollands und der Schweiz anzuerkennen, die—
Es iſt genug, rief Napoleon ungeduldig. Der Kaiſer Alerander hat ſich erlaubt, Ihnen ein Mährchen aufzubürden, und Ihre Leicht⸗ gläubigkeit wird ihn ſehr ergötzt haben. Wie können Sie im Ernſt glauben, daß der König von Preußen in ſeiner Verblendung ſo weit gehen könnte, zu hoffen, daß ich dergleichen lächerliche Vorſchläge an⸗ nehmen könnte? Wahrlich, ſelbſt wenn ich der Beſiegte und Gedemü⸗ thigte wäre, ſo würde ich mich lieber in mein eigenes Schwert ſtürzen, als ſolche Schmach annehmen. Es ſcheint, ich habe meinen Namen noch nicht tief genug in die ehernen Tafeln der Geſchichte eingegraben, und ich werde dieſen übermüthigen Fürſten, welche vermeinen, ihre Le⸗ gitimität ſei das Meduſenſchild, das ſie mir nur entgegen zu halten
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