Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 4. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

546

er, dann könnten wir zufrieden ſein, aber die Ruſſen ſind da, und ihnen müſſen wir erſt den Paß in ihre Heimath ausfertigen.

Ganz erheitert von dieſer Idee befahl der Kaiſer ſein Pferd vor zuführen. Wir wollen uns ein wenig die Gegend muſtern, ſagte er zu ſeinen Generälen, begleiten Sie mich, meine Herren!

Und im Gefolge ſeines glänzenden, aus lauter berühmten und ſieggekrönten Namen zuſammengeſetzten Generalſtabes, ritt der Kaiſer hinaus auf die weite, von Bergen und Hügeln rings umkränzte Ebene zwiſchen Brünn und Vichau. Weit hin nach allen Seiten wandte ſich ſein kühner, forſchender Blick, keine Anhöhe, kein Baum, kein Abhang entging ſeiner Aufmerkſamkeit, Alles prüfte er, Alles ſchien er aufzu nehmen in ſeine Seele. Die Nacht dämmerte ſchon herauf, als er mit ſeinen Generälen von dieſem langen Spazierritt heimkehrte in ſein Hauptquartier. Er war den ganzen Tag ſchweigend und in ſich ge kehrt geweſen, keiner ſeiner Generäle hatte an ſeinen Plänen und Be⸗ obachtungen Antheil nehmen dürfen. Nur zuweilen hatte er ſie mit einem kurzen Wort, einem Wink ſeiner Hand, auf irgend eine Eigen⸗ thümlichkeit des Terrains aufmerkſam gemacht, und die Generäle hatten dieſe Worte und dieſe Winke wie einen geheimnißvollen Orakelſpruch mit aufmerkender Ehrfurcht aufgenommen, um ſich in ihren Gedanken damit zu beſchäftigen, und ſie ſich unauslöſchlich einzuprägen. Jetzt vor der Thür ſeines Quartiers angelangt, wandte der Kaiſer ſein bleiches, ernſtes Angeſicht noch einmal nach der Gegend hin, welche ſie eben verlaſſen hatten.

Meine Herren, ſagte er mit lauter Stimme, ſtudiren Sie jenes Terrain genau, Sie werden in einigen Tagen auf demſelben eine Rolle zu ſpielen haben. General Suchet, auf der linken Seite Ihrer Divi iſolirter Hügel, der die ganze Front derſelben be

ſion befindet ſich ei Sie dort noch in dieſer Nacht vierzehn Kanonen auf

. herrſcht. Laſſen Si

ſtellen.*) Er grüßte die Herren mit einem Neigen ſeines Hauptes und zog ſich zurück in ſein Cabinet.

*) Napoleons eigene Worte. Siehe: Mémoires du Duc de Rovigo

IH. 169.

auf

ein Ma

Wi Vol Wa die zu1 enth

ſam Hef lung geſic dat vetk gu

Fra