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daß auch nur der Schimmer eines Fleckens auf Preußens Ehre falle, er wird in edlem Zorn jede freche Hand zurückſtoßen, die es wagen will, an dem Palladium unſrer Ehre zu rütteln.
Oh, wenn Sie ſo denken und ſprechen, rief der Prinz begeiſtert, dann fürchte ich nichts mehr, dann iſt Preußen gerettet! Wie ich Ew. Majeſtät jetzt betrachte, wie Sie daſtehen in Ihrer wunderbaren Schönheit, mit dieſen Augen, welche Ihren inneren Himmel wieder⸗ ſpiegeln, mit dieſem begeiſterungsſtrahlenden Angeſicht, ſo ſcheinen Sie mir der Genins zu ſein, welchen das Schickſal für Preußen aus⸗ geſandt hat, damit er es behüte und beſchütze, und es führe auf die rechten Wege und zu den rechten Zielen! Oh, Königin, erfüllen Sie die Miſſion, welche Ihnen das Schickſal gegeben, folgen Sie Ihrem edlen und heiligen Beruf, ſeien Sie der Genius Preußens, und geben Sie Denen, welche zagen und ſchwanken, feſten Männermuth und that⸗ kräftige Entſchlüſſe! Königin, auf meinen Knien beſchwöre ich Sie, er⸗ barmen Sie Sich Preußens, erbarmen Sie Sich Ihrer Kinder, ſeien Sie der Genius Preußens!
Und ganz außer ſich, mit Thränen in den Augen, mit vor Rüh⸗ rung zitternden Lippen kniete der Prinz vor der Königin nieder, die ge⸗ faltenen Hände flehend zu ihr erhebend.
Erlauben mir Ew. Majeſtät, daß auch ich mein Knie vor Ihnen beuge, ſagte Miniſter von Hardenberg feierlich, daß auch ich Sie anbete und verehre als den Genius Preußens, von dem wir Alle unſer Heil, unſern Frieden und unſere Ehre erwarten! Oh Königin, Sie allein be⸗ ſitzen die Macht, das Herz des Königs zu rühren und die Zweifel ſeines edlen und ehrenhaften Gemüthes zu löſen, Sie allein werden vermögen, was weder unſere Gründe, noch unſere Bitten zu Stande bringen konnten, Sie allein werai Unſchlüſſigkeit zu der Kraft edler und mannhafter Entſchlüſſe erheben können!
Nichts, kein Wort gegen den König! rief die Königin faſt ſtreng. Niemand wage zu behaupten, daß es dem König an mannhaften Ent⸗ ſchlüſſen, an edler Kraft gebricht. Wenn er zaudert, wo Ihr handeln möchtet, ſo geſchieht es, weil er weiſer und beſonnener als Ihr die Zukunft ſchaut, während Ihr nur die Gegenwart ſeht, weil er die
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