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muß ich S bitten, mich zu verlaſſen, denn ich verſtehe mich nicht auf die Politik und ich habe durchaus nicht den Ehrgeiz, eine politiſche Zntriguann zu werden. Ich bin die Frau des regierenden Königs, aber keinetegierende Königin; mein einziges Beſtreben iſt, den König in— zu einem glücklichen Manne zu machen und ihn an meineß Seite die Politik und die Sorgen der Regierung vergeſſen zu laſſen.
Ich fürchte, Majeſtät, ſagte Herr von Hardenberg feierlich, ich fürchte, jie Zeit für ſolche Idylle auf dem Thron iſt jetzt vorüber, und ſtatt den König die Sorgen der Regierung vergeſſen zu machen, wird es die größere Aufgabe Ew. Majeſtät ſein, ihm dieſelben tragen zu helfen!
Und wir ſind gekommen, meine edle und hochherzige Couſine zu
bitten, daß ſie das thut, rief der Prinz feurig. Wir ſind gekommen
un Namen Preußens, im Namen aller deutſchen Patrioten, im Namen Ihrer Kinder, Sie um Ihren Beiſtand und Ihre Mitwirkung an⸗ zuflehen.
Im Namen meiner Kinder? rief die Königin erbleichend. Reden Sie, reden Sie, was iſt geſchehen, was für ein Unglück bedroht meine Kinder?— Ich wollte Sie nicht hören als Königin, jetzt will ich Sie hören als Mutter, welche für das Glück ihrer Kinder bangt. Um was handelt es ſich, von welchem Unheil iſt die Rede?
Es handelt ſich um die Unabhängigkeit und vielleicht um die ganze Exiſtenz Preußens, ſagte Miniſter von Hardenberg feierlich, es handelt ſich darum, ob Preußen entweder ein iſolirter, von Allen gemiedener, von Allen verachteter Staat ſein ſoll, den Frankreich dann unter dem Hohngelächter der ganzen Welt ungeſtraft verſchlingen darf, wie es Italien, wie es Holland und das rechte Rheinufer verſchlungen hat, oder ob Preußen ſich ſeine Macht, ſeine Selbſtſtändigkeit und ſeine Ehre bewahren will, indem es endlich der Entſcheidung nicht mehr ausweicht, ſondern ſeinen Freunden, wie ſeinen Feinden mit offenem Viſir entgegentritt, und ſtatt der ewig hinhaltenden, ewig vermittelnden und balancirenden Stellung endlich eine active, entſcheidungsvolle Stellung wählt!
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