Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 2. Band (1859)
Entstehung
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rinnſt, rief Mariane, damit Du als Adler Dich emporſchwingſt über die Erbärmlichkeiten der Welt und ihr gebieteſt. Die Zeit des Träumens und des Wartens iſt vorüber, mein Freund, die Zeit des Handelns und der Thaten muß für alle Geiſter beginnen! Vor zwei Jahren fragte ich Dich, wie heute, ob Du Deine Dienſte Oeſterreich weihen, ob Du Dir dort, wo man Dein Genie ſchätzen und belohnen würde, nicht Deinen Ruhm und Dein Glück ſuchen wolleſt. Weißt Du noch, was Du mir damals antworteteſt?

Ja, ich weiß es, rief Gentz mit einem ſpöttiſchen Lachen, ich war ein ſolcher Thor, daß ich Deine Anerbietungen zurückwies, daß ich hier in Berlin bleiben und abwarten wollte, ob mein preußiſches Vaterland nicht meiner Kräfte und meiner Dienſte bedürfe, ob man hier nicht Ge brauch machen könne von meinen Talenten und meiner Feder. Und ſo habe ich wieder zwei Jahre meines Lebens vergendet und nur meine Schulden ſind gewachſen, nicht aber mein Ruhm!

Weil Du ein Schwärmer warſt, der auf Anerkennung in Preußen hoffte und meinte, dieſer gute König, der ſein Volk gern glücklich machen möchte, aber vor nichts mehr Angſt hat, als vor energiſchen Entſchlüſſen, würde es Dir außerordentlich Dank wiſſen, daß Du ihn ermahnt habeſt, ſeinem Volk die Preßfreiheit zu geben und überhaupt Freiheit und Gleichheit in ſeinen Staaten einzuführen! Glaubſt Du noch immer, daß Friedrich Wilhelm der Dritte das thun wird?

Nein, er wird es nicht thun, rief Gentz ſchmerzlich, nein, dieſer König verſteht die neue Zeit nicht, und ſtatt ihr einen Schritt voran⸗ zugehen, wird er immer einen Schritt hinter ihr zurückbleiben, und viel Unheil und Verderben wird daraus für Preußen erwachſen. Ich habe lange genug gewartet und gehofft, jetzt iſt die Zeit der Geduld und des Wartens vorüber, und ſo ſage ich mich heute am Ende des Jahr hunderts los von meinem kleinen Vaterlande, um der Bürger und Sohn eines größern Vaterlandes zu werden! gch höre auf, ein Preuße zu ſein, um ein Deutſcher zu werden, und da Preußen meine Kräfte nicht verwenden konnte, will ich ſehen, ob Deutſchland ſie brauchen kann. Sei Du, meine ſchöne Mariane, die Prieſterin, welche den Schwur empfängt, den ich auf dem Altar meines Vaterlandes niederlege! Ich