Komm, meine Fürſtin, laß mich das ſüße Joch auf meinen Rücken nehmen, laß meine Stirn den Boden berühren, auf dem Du wandelſt, ſetze Deinen Fuß auf meinen Nacken, damit ich die ſüße Laſt Deiner Herrſchaft fühle.
Und ſein Haupt niederbeugend, daß ſeine Stirn den Boden be⸗ rührte, ſetzte er ihren kleinen, ſeidenbeſchuhten Fuß auf ſeinen Nacken. Mariane ließ es geſchehen und blickte mit einem ſtolzen triumphirenden Lächeln zu ihm nieder.
Zu meinen Füßen ſollſt Du liegen, Friedrich Gentz, ſagte ſie, aber ich will Dich doch zu mir emporziehen an meine Seite, Du ſollſt neben mir ſtehen, gleichberechtigt, berühmt und groß, wie es Deinem Genius ziemt! Genug jetzt der Tändeleien und der Zärtlichkeiten, mein Freund, wir Beide haben große Ziele zu verfolgen, und groß und ernſt muß daher unſer Sinn ſein. Komm, erhebe Dich von Deinen Knieen, mein Vaſall, Du ſollſt der Herr ſein neben mir, und wir Beide zuſammen wollen die Welt regieren.
Sie zog ihren Fuß von ſeinem Nacken fort, aber Gentz nahm ihn in ſeine beiden Hände und küßte ihn. Dann erhob er ſich raſch von ſeinen Knieen und ſtand hochaufgerichtet, ernſt und faſt zürnend vor ihr.
Du haſt mir oft geſagt, daß Du mich liebſt, ſagte er, aber das iſt eine Lüge geweſen, Du verſtehſt die Liebe nicht, Dein Herz iſt kalt und Deine Sinne ſchweigen, nur Dein Stolz ſpricht.
Möglich, daß Du Recht haſt, ſagte ſie, aber dann liebe ich Dich mit meinem Stolz und meinem Geiſt, und das iſt immerhin auch etwas werth! Ich will Dich anerkannt, geehrt und mächtig wiſſen, iſt das nicht auch Liebe?
Nein, es iſt Hohn! rief Gentz ſchmerzlich. Es iſt Bosheit, denn Du ſiehſt es, ich bin ein armer verachteter Menſch ohne Geld, ohne Ruhm, ohne Rang, ein kleiner Kriegsrath, vor dem jeder Ge⸗ heimrath den Vortritt hat und den ſeine Gläubiger Tag um Tag verfolgen, wie der Geier die arme Taube, welcher die Flügel be⸗ ſchnitten ſind!
Aber die Flügel ſollen Dir wachſen, damit Du den Geiern ent⸗
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