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Thor, rief ſie ſtolz, Thor, zu glauben, ich würde wieder zurück⸗ kriechen in die Judengaſſe und mich zum Geſpötte meiner neidiſchen Freunde machen. Nein, mein Freund, um eine Rolle in der Welt ſpielen zu können, genügt nicht das Geld und die Schönheit allein, ſondern man bedarf auch der Titel und des Ranges, denn dies iſt das Zauberwort, welches uns die Pforten der Königspaläſte aufthut und uns in die Reihen der Bevorrechteten und Unnahbaren ſtellt. Ich, mein Freund, ich wjll meine Rolle ſpielen in der Welt und daher bedarf ich der Titel. Aber freilich, ich bedarf auch des Reichthums, und ſo habe ich durch ein kluges Arrangement mir Beides geſichert. Da meinen hochfürſtlichen Verwandten der kleine Splitter in meinem jüdiſchen Auge als ein gar ſo großer Balken für ihre Wappen erſcheint, nun ſo habe ich nachgegeben und entſage dem Titel einer Fürſtin von Reuß, aber ich bleibe deshalb doch eine Prinzeſſin und eine Durchlaucht. Der Fürſt, mein Herr Schwager, hat mich zur Herrin und Beſitzerin einer ſchönen und anſehnlichen Herrſchaft gemacht, deren Ertrag ſich auf zwanzigtauſend Thaler jährlicher Revenuen beläuft, dafür überlaſſe ich ihm die Familienbrillanten, dies Hötel, die Equipagen mit dem Reuß'ſchen Wappen, die Pferde und Livréen und endlich den Titel und Namen einer verwittweten Fürſtin von Reuß.
Und biſt nun, wie alle Feen in den Zaubermährchen, ein Wunder⸗ kind ohne Namen und Stand, das aber goldene Sonnen und blitzende Sterne aus ſeinen ſchneeweißen Händen über die Menſchheit ausſtreut?
Nein, ich bin keine Namenloſe, ich nenne mich nach meiner Herr⸗ ſchaft Eibenberg, ich bin von heute an die Prinzeſſin Mariane von Eibenberg, als ſolche anerkannt vom deutſchen Kaiſer ſelber. Da, auf dem Tiſche liegt die vom Kaiſer ſelber unterzeichnete Urkunde. Der Fürſt hat ſie mir heute als Weihnachtsgeſchenk gebracht. Jetzt, mein Freund, ſoll mein Leben erſt beginnen, ich habe Reichthum, Schätze und einen glänzenden Namen. Die arme verachtete Jüdin, die Tochter des Ghetto iſt eingezogen in den Palaſt der Ariſtokratie, iſt eine Prin⸗ zeſſin geworden.
Und ich will der Erſte ſein, welcher Dir huldigt als ſeiner Fürſtin und Herrin, rief Gentz, der Erſte, welcher ſich Deinen Vaſallen nennt.


