Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 2. Band (1859)
Entstehung
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So höre ich Sie gern, rief Mariane freudig, das iſt wieder der Freund meiner Seele, der da zu mir ſpricht! Hören Sie, Freund, auch ich habe Ihnen Neuigkeiten mitzutheilen, und wundern Sie ſich nicht, daß ich mit meinen kleinen perſönlichen Intereſſen Ihnen auf Ihre großen politiſchen Nachrichten antworte. Aber es iſt doch ein Zuſammenhang darin, und das werden Sie bald erfahren. Hören Sie alſo die Nenigkeiten, die mich betreffen!.

Ja, Mariane, ſagte Gentz, vor ihr niederknieend und ſein Haupt an ihre Kniee lehnend, ja, erzähle mir von Dir, meine ſchöne Zauberfee, lulle meine politiſchen Schmerzen ein wenig ein mit dem Wunderlied, das wie ein friſcher Born der Liebe von Deinen purpurrothen Lippen ſprudelt. Oh, meine ſchöne Fürſtin, wenn ich jetzt emporſchaue in Dein ſtrahlend helles Angeſicht, ſo überkommt mich eine glühende Scham, daß ich die ſchönen Momente, die ich neben Dir war, entweihen konnte durch ſolche abgeſchmackte Klagelieder deutſcher Kannegießerei. Was haben wir Beide mit der Politik zu ſchaffen, was kümmert es uns, ob Deutſchland zu Grunde geht? Aprés nous le déluge! Uns gehöre die Seligkeit der Stunde!

Mariane ſpielte lächelnd mit ihren von Brillanten funkelnden, ſchlanken Fingern in ſeinem Haar und ſchaute mit einem wunderſamen Ausdruck zu dem Knieenden nieder.

Schwärmer, ſagte ſie, bald begeiſtert für die Politik, bald für die Liebe, und zu jeder Stunde bereit, der einen um der andern willen untreu zu werden! Hören Sie meine Neuigkeiten! Mein Streit mit meinem Herrn Schwager, Heinrich XV., iſt beendigt, wir haben uns geeinigt!

Und ich hoffe, meine kluge und geiſtvolle Mariane hat diesmal ihr ſtolzes, kühnes Herz bezwungen und hat endlich auch ein wenig ihren Vortheil bedacht, rief Gentz. Wenn man ſo ſchön, ſo ſtrahlend iſt wie Mariane Meier, bedarf man keines Fürſtentitels, denn die Schönheit erhebt Dich zur Fürſtin der Welt, aber man bedarf des Reichthums, um ſeiner Schönheit auch die Macht zu einen, und ſie mit dem gold⸗ funkelnden Purpurmantel zu ſchmücken. Nun, meine Königin, biſt Du wieder Mariane Meier und nebenher eine Millionairin?

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