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Der Fürſt hatte ſich leiſe und raſch mit den beiden Rechtsanwälten beſprochen, und alsdann hatten auch dieſe ſich zurückgezogen. Niemand außer dem Bruder und der Gemahlin des Verſtorbenen waren jetzt noch in dieſem düſtern, von den flackernden Wachskerzen erhellten Ge⸗ mach anweſend. Mariane ſchien indeſſen die Gegenwart des Fürſten gar nicht zu bemerken; ſie war wieder zu der Leiche hingeſchritten und ſchaute ſie an mit einem langen, innigen Blick.
Ich danke Dir, Heinrich, ſagte ſie laut und feierlich. Ich danke Dir aus tiefſter Seele; Du haſt mir meine Ehre wieder gegeben, Du haſt mich gerächt an Deinen ſtolzen Verwandten und an der höhnen⸗ den Welt!
Danken Sie ihm nicht, Frau Schwägerin, denn er hat Sie arm zurückgelaſſen, ſagte der Fürſt, zu ihr tretend und ſie mit einem kalten Lächeln betrachtend. Mein Bruder hat Sie zur Fürſtin gemacht, es iſt wahr, aber er hat Ihnen nicht die Mittel gegeben, um als Fürſtin zu leben. Er hat Ihnen dies Palais mit ſeinen glänzenden Meubles, er hat Ihnen ſeine Equipagen und Brillanten vermacht, aber Meubles ſind keine Landgüter, von deren Renten man leben kann, und um Equipagen zu halten, muß man Menſchen und Pferde ernähren. Sie können freilich das Hötel und die Brillanten verkaufen, und werden dafür einige hunderttauſend Gulden erhalten. Das iſt genug für eine Privatperſon, um davon eine recht hübſche und glänzende Exiſtenz zu führen, aber es iſt ſehr wenig, um davon einen fürſtlichen Hausſtand zu beſtreiten und mit dem Glanz und Eclat, der Whrer Schönheit und Ihrer Stellung gebührt, in der großen Welt auftreten zu können. Mein Bruder hat dies Alles vorgeſehen, und hat uns daher den Weg einer Verſtändigung eröffnen wollen, indem er uns anheimgiebt, uns über eine Penſion zu einigen. Ich frage Sie alſo, wie viel verlangen
Sie? Wie hoch muß die Summe ſein, für welche Sie mir Ihre Trauer⸗ ſchleier, Ihr Wittwenthum und Ihre Titel verkaufen wollen? Denn Sie können wohl denken, Madame, daß es nicht in meinem Willen liegt, Sie wirklich öffentlich als meine Frau Schwägerin auftreten zu laſſen, und eine— Mariane Meier unter die Ahnenbilder meines Hauſes aufzunehmen. Sagen Sie mir alſo Ihren Preis, Madame.
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