Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 2. Band (1859)
Entstehung
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gehäſſiger Feinde zu tragen gehabt hat. Sie iſt aber meine recht mäßige Gemahlin vor Gott und Menſchen, und iſt vollkommen be rechtigt und befugt, ſich die Gemahlin des Fürſten von Reuß zu nennen. Ich gebe ihr hierdurch das Recht, dies zu thun, und indem ich damit das Geheimniß, welches während meines Lebens über unſrer Ehe gewaltet hat, aufhebe, ermächtige ich meine Gemahlin zur Annahme der Titel und Würden, welche ihr gebühren, befehle ich meinem Bru⸗ der, ſo wie deſſen Söhnen und den übrigen Mitgliedern meiner Fa milie, der verwittweten Fürſtin Reuß, gebornen Meier, die Achtung, Unterwürfigkeit und Ehrfurcht zu bezeugen, welche ihr als der Wittwe des verſtorbenen Hauptes der Familie zukommt, und auf welche ſie durch ihre Tugend, ihr untadelhaftes Betragen, ihre Ehrbarkeit, Schön⸗ heit und Liebenswürdigkeit die gegründeteſten Anſprüche hat. Die ver wittwete Fürſtin Reuß iſt befugt, ihre Diener die Farben meines Hauſes tragen zu laſſen, an ihren Equipagen das Fürſtlich Reuß'ſche Wappen zu führen und aller Vorrechte ihres Standes zu genießen. Sollte mein Bruder Heinrich, der Erbe meiner Titel, Zweifel hegen über dieſe Befugniß, ſo hat der Vorleſer meines Teſtamentes ihn zu fragen, ob er noch weiteres Zeugniß der Rechtmäßigkeit meiner Ehe verlange.

Verlangen Ew. Durchlaucht weiteres Zeugniß? fragte der Ma giſtratsbeamte, ſich in ſeiner Lectüre unterbrechend.

Ich verlange es, ſagte der Fürſt, welcher mit bleichem Angeſicht, mit düſtern Mienen der Vorleſung zugehört hatte.

Und hier iſt das Zeugniß, ſagte der Prieſter, indem er dem Caplan winkte, der auf der Schwelle der Thür ſtand. Er näherte ſich jetzt dem Prieſter und überreichte ihm ein großes ſchwarzgebun⸗ denes Buch.

Es iſt das Kirchenbuch, in welchem ich alle in der Capelle der öſterreichiſchen Geſandtſchaft vorgenommenen Trauungen, Taufen und Leicheneinſegnungen verzeichnet habe, ſagte der Prieſter. Hier auf dieſer Seite finden Sie das Protokoll der vor zwei Jahren erfolgten zermählung des Fürſten Reuß, Heinrich XIV., mit Fräulein Mariane Reier. Ich ſelber habe die Frau Fürſtin durch die heilige Taufe in

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