Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 2. Band (1859)
Entstehung
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Dank dieſen Ueberredungskünſten, die Schwelle des Vorzimmers über⸗ ſchritten hatte, ſo waren da wieder die Secretaire, die Schreiber der franzöſiſchen Herren, und dieſe wieder belagerten die Thür des Ca⸗ binets, in welchem die Geſandten zu finden waren. Und die Secretaire und die Schreiber mußten wiederum gewonnen werden mit Bitten, mit Schmeicheleien und mit klingendem Metall, nur daß man ſtatt des Silbers ſich hier des Goldes bedienen mußte.

Und wenn ſie dann endlich alle dieſe Hinderniſſe beſiegt hatten, wenn dieſe Geſandten deutſcher Mächte endlich bis zu den franzöſiſchen Diplomaten gelangt waren, ſo fanden ſie da ſtatt der gehofften Freundſchaft ſtolzes Abwehren, ſtatt der Anerkennung ihrer Zuvorkommenheit höh⸗ nenden Spott. Vergebens, daß Deutſchland ſich ſo demüthigte und in den Staub warf, Frankreich war ſeiner Siege und ſeiner Ueber⸗ legenheit ſich zu ſehr bewußt, und die Servilität der deutſchen Herren erregte nur Verachtung und Spott, den die franzöſiſchen Herren ſich nicht ſcheuten, den demüthigen Bittſtellern in's Geſicht zu werfen. Je mehr jene krochen, deſto ſtolzer richteten ſich dieſe auf, und immer feſter und unerſchütterlicher ward bei dieſen wie bei jenen die Ueber⸗ zeugung, daß in den Händen Frankreichs allein das Glück und die Ruhe Deutſchlands liege, daß Frankreich allein die Macht habe, den deutſchen Fürſten ihre Länder zu erhalten, zu vergrößern, oder zu ent⸗ reißen, je nachdem es ihm beliebe.

Aber heute waren alle dieſe vornehmen Herren, die deutſchen Reichsgrafen, Reichsfreiherrn, Biſchöfe und Prälaten nicht gekommen, um das Dreigeſtirn der franzöſiſchen Geſandtſchaft zu erobern, heute war ein neues, ein ſtrahlenderes Geſtirn aufgegangen und das wollten ſie anſtarren, Bonaparte und Joſephine wollten ſie bewundern.

Aber Bonaparte achtete wenig auf dieſe im Vorzimmer verſam⸗ melten Herren. Die Hände auf dem Rücken gefaltet ging er in ſeinem Zimmer auf und ab und hörte mit geſpannter Aufmerkſamkeit den Berichten zu, weche die drei franzöſiſchen Geſandten ihm über ihre bisherige Wirkſamkeit abſtatteten.

Wir haben Alles gethan, um den republikaniſchen Geiſt auch hier auszubreiten, ſagte Jean Debry am Schluß ſeiner langen Rede. Wir

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