Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 2. Band (1859)
Entstehung
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von beiden Seiten und trennten ſo die Generalin von ihrem Gefolge, das in vier hochbepackten Wagen hinter ihr herkam. Dieſen ſchloſſen ſich alsdann die Equipagen der Schauſpielerinnen an, neben denen die Bühnenhelden pirouettirten und galoppirten und den lachenden Schönen mit den hochgeſchminkten Wangen ihre Reiterkünſte zeigten.

Es war ein langer, glänzender Zug, mit welchem die Generalin Bonaparte ihren Einzug in Raſtatt hielt, und der letzte der Wager hatte noch nicht das Thor paſſirt, als Joſephinens Equipage ſchon bis zu dem Marktplatz gelangt war und vor dem Hauſe anhielt, das ſie mit ihrem Gemahl bewohnen ſollte. Noch ehe die Bedienten Zeit ge habt, ſich von dem Bock zu ſchwingen, hatte Joſephine mit eigener Hand ſchon den Kutſchenſchlag geöffnet, in zarter und ſchmeichelhafter Zuvorkommenheit für dieſe jungen Damen, welche ſie da vor der Thür ihres Hauſes erwarteten. Mit freundlicher Haſt ſchwang ſie ſich aus dem Wagen und trat mitten unter ſie, den nächſtſtehenden ihre Hände darreichend und ihnen anmuthige Dankesworte für die ſchönen Blumen und Früchte ſagend, den ferner Stehenden dankend mit lebhaftem Kopf nicken und freundlichen Blicken. Zugleich hoheitsvoll und einfach ſtellte ſie ſich dar, ariſtokratiſch und fürſtlich vornehm in jeder Bewegung, jedem Kopfneigen, jedem Winken mit der Hand, und doch wieder einfach, zuvorkommend und vertraulich, ſich Jedermann gleich ſtellend, wie es der Bürgerin der großen Republik geziemt, welche die liberté, egalits, fraternité zu ihrer Deviſe gemacht.

Beladen mit Blumen, fröhlich lachend wie ein junges Mädchen, trat Joſephine endlich in das Haus ein; dort auf dem Flur erwarteten ſie die Damen der franzöſiſchen Geſandten, die Frauen und Töchter von Bonnier, Roberjot und Jean Debry. Joſephine, welche eben im Kreiſe der jungen Mädchen ganz Heiterkeit, Anmuth und Vertraulichkeit geweſen, war jetzt wieder die vornehme Frau, die Gemahlin des Ge nerals Bonaparte, und empfing die Begrüßung der Damen mit freund⸗ licher Zurückhaltung. Doch reichte ſie jeder der Damen eines der ſchönen Bouquets dar und wußte jeder von ihnen eine Verbindlichkeit zu ſagen. An der Thür der für ſie beſtimmten Gemächer angelangt, ſutließ ſie die Damen und winkte nur ihrer Kammerfrau, ihr zu folgen.

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