Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 2. Band (1859)
Entstehung
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franzöſiſchen Nationalfarben gekleidet, ihm im Namen der Stadt einen Lorbeerkranz überreicht, in Bern war er durch zwei Reihen glänzeuder Equipagen dahin gefahren, in denen ſchöne, reichgeſchmückte Frauen ſaßen, die ihn begrüßten mit dem lauten Jubelruf: Es lebe der Friedensſtifter!*)

Auch ſeiner Gemahlin Joſephine waren auf ihrer Reiſe die höchſten Ehren widerfahren, auch ihr hatte man überall gehuldigt wie einer ſou⸗ Die Kunde davon war ſchon nach Raſtatt gekommen,

verainen Fürſtin. man auch hier jetzt nicht zurückbleiben

und es war daher natärlich, daß durfte, daß man auch hier ſich beeilen mußte, dem Sieger von Italien ſeine Huldigung darzubringen.

Man hatte daher vor dem Thor, das der General Bonaparte zu paſſiren hatte, einen ſtolzen Triumphbogen errichtet, und unter dem⸗ die Väter der Stadt in feierlicher Amtstracht den ihn beſtimmten Wohnung zu dem großen Marktplatz

ſelben erwarteten ſieggekrönten Helden, um ihn zu der für geleiten. Vor dieſem Hauſe, welches ſich auf befand, hatte ſich eine Schaar weißgekleideter Jungfrauen aufgeſtellt, mit Blumen und Früchten in den Händen, um dieſe der ſchönen

Körbe An dem Thor, durch

Joſephine als Huldigung zu Füßen zu legen. welche dieſe kommen mußte, hatte eine glänzende Cavalcade von Ca⸗ valieren ſich aufgeſtellt, die Gemahlin des franzöſiſchen Generals zu bewillkommnen und ihr als Ehrenwache das Geleit zu geben. Unter dieſen Cavalieren befanden ſich die meiſten der Geſandten, welche aus allen Gegenden Deutſchlands jetzt zu dem großen Friedenswerk hier in Raſtatt verſammelt waren. Jeder ſouveraine Fürſt von Deutſch⸗ land, jeder Churfürſt und regierende Graf hatte hierher ſeine Abge ordneten geſendet, um mit den franzöſiſchen Bevollmächtigten über das fernere Schickſal Deutſchlands zu unterhandeln. Selbſt Schweden patte einen Vertreter geſchickt, der indeß nicht ſo ſehr für ſeinen Antheil an Deutſchland, für ſchwediſch Pommern, Beſchwichtigers zu ſpielen wünſchte.

geſandt war, als er die

Rolle eines Vermittlers und Alle dieſe Geſandten hatte man ſtill und unbemerkt in Raſtatt

Bourienne Mémoires II. 14.

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