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Und was wollen Sie in Wien? fragte Gentz ausweichend. Iſt es eine bloße Vergnügungsreiſe, die Sie vorhaben?
Zu einem Andern würde ich dieſe Frage bejahen, Ihnen aber will ich durch mein unbedingtes Vertrauen beweiſen, wie ſehr ich Sie für meinen Freund halte. Nein, es iſt keine Vergnügungsreiſe. Ich be⸗ gleite den Fürſten nach Wien, der ſich dort vom Baron von Thugut Inſtruktionen geben laſſen und erfahren will, was in Raſtatt weiter geſchehen ſoll!
Ach, in Raſtatt beim Friedens⸗Congreß! rief Gentz. Der Kaiſer hat ja die Reichsſtände aufgefordert, ihre Deputirten nach Raſtatt zu ſenden, um, wie es in der kaiſerlichen Zuſchrift heißt, über einen anſtändigen und billigen Reichsfrieden auf der Grundlage der Inte⸗ grität des Reichs und ſeiner Verfaſſung mit Frankreich zu unterhandeln. Preußen hat ja auch ſchon ſeine Deputirten, den Grafen Görtz und den Herrn von Dohm, dahin geſandt. Oh, ich hätte wohl gewünſcht, ſie begleiten zu können, um meinen Antheil zu haben an dem geſeg⸗ neten Werk, das dort geſchaffen werden ſoll. Dieſer Congreß in Raſtatt iſt die letzte Hoffnung Deutſchlands, von ihm allein können wir eine Wiedergeburt des Reichs erwarten. Er wird den deutſchen Völkern endlich alles das geben, was ihnen fehlt, eine Reichsjuſtiz, eine geregelte Organiſation, Schutz der deutſchen Manufaktur gegen den brittiſchen Uebermuth, und endlich und vor allen Dingen die erſehnte Preßfreiheit, nach welcher die Völker dürſten, wie nach dem Labetrank ihrer Seele.
Mariane lachte laut auf. Sie ſchwärmen und träumen, wie ein Nachtwandler, ſagte ſie, aber laſſen Sie uns leiſe reden, denn ſelbſt die Wände dürfen nicht hören, was wir jetzt ſprechen wollen.
Sie neigte ſich über den Tiſch herüber näher zu Gentz, und ihn mit ihren großen, flammenden Augen firirend, fragte ſie leiſe: Nicht wahr, Sie lieben Deutſchland? Sie möchten nicht, daß das kluge Frankreich es verſpeiſ'te, wie es Italien verſpeiſ't hat? Sie möchten doch auch nicht, daß es in ſich ſelber zerfiele und zerbröckelte?
Ja, ich liebe Deutſchland, ſagte Gentz begeiſtert. Alle meine Wünſche, meine Hoffnungen gehören ihm, und wollte Gott, daß ich
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