Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 1. Band (1859)
Entstehung
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Geſandtſchaft hat überall ihre guten Freunde, welche ſie mit Nach⸗ richten verſorgen, und ſie au fait erhalten. Hoffen Sie alſo auf keine Anerkennung, keine Bevorzugung von dem jungen König. Ihr herr⸗ licher Brief hat ihn verletzt, ſtatt ihn zu gewinnen, er hat ihn zu kühn gefunden. Friedrich Wilhelm iſt kein Freund des Kühnen, des Extra⸗ vaganten, er ſchreckt zurück vor jeder gewaltſamen Reform. Der König von Preußen will nichts zu ſchaffen haben mit den Welthändeln, der König von Preußen will neutral bleiben inmitten der Parteien. Statt mit dem Krieg und der Politik beſchäftigt er ſich mit der Kirchenagende, den Eramina der Candidaten, und hat doch auch da nicht einmal den Muth, das Wöllnerſche Religions-Edict förmlich zurückzunehmen, und damit in der Verwaltung wenigſtens einen entſcheidenden Schritt zu thun. Man wird hier immer laviren, immer halbe Schritte thun, glauben Sie mir das, kommen Sie nach Oeſterreich. Und was ſoll ich in Oeſterreich? fragte Gentz ſinnend. Was Sie da ſollen? rief Mariane leidenſchaftlich. Sie ſollen dem Vaterland, Sie ſollen Deutſchland dienen, denn Deutſchland iſt ja ſo gut in Oeſterreich wie es in Preußen iſt! Oh glauben Sie mir, Freund, nur in Oeſterreich finden Sie Tapfere, welche es wagen wer⸗ den, der franzöſiſchen Deſpotie ein Ziel zu ſetzen. Und dort wird man Sie mit Freuden willkommen heißen, wird Ihrem Genie einen geeigneten Wirkungskreis, Ihrem Ehrgeiz eine genügende Stellung ge⸗ währen. Ich bin officiell beauftragt, Ihnen dieſen Vorſchlag zu machen, denn Oeſterreich weiß ſehr wohl, daß es in der nächſten Zeit ausgezeichneter Männer bedarf, und es will Sie daher zu ſich rufen, und es wird Ihre Dienſte fürſtlich lohnen. Kommen Sie, mein Freund, ich ſelber trete heute noch mit dem Fürſten eine Reiſe nach Oeſterreich an. Begleiten Sie uns! Werden Sie der Unſere! DerUnſere? Sie haben alſo auch ſchon aufgehört, eine Preußin zu ſein? Ich bin mit Herz und Geiſt Oeſterreicherin geworden, denn ich liebe Entſchiedenheit und energiſches Handeln, und das finde ich in Oeſterreich, bei dem Mann, der dort das Steuerruder des Staats⸗ ſchiffes in Händen hält, dem Baron von Thugut. Kommen Sie mit uns, Thugut ſehnt ſich, Sie neben ſich zu haben, begleiten Sie uns zu ihm.