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danke dieſen Herren, daß ſie Zeugen deſſelben geweſen ſind, denn Sie könnten eines Tages dieſes Zeugniſſes bedürfen. Vorerſt aber habe ich triftige Gründe, unſere Vermählung noch geheim zu halten, und Sie haben mir verſprochen, das Geheimniß zu bewahren.
Und ich erneuere Ihnen dieſes Verſprechen hier an heiliger Stätte, und im Beiſein des Prieſters und unſerer Zeugen, mein Gemahl, ſagte Mariane. Niemand ſoll von mir auch nur mit einem Wort, einer Andeutung erfahren, was hier eben geſchehen. Ich werde gehorſam und geduldigswor den Augen der Welt ſo lange nur als Ihre Geliebte gelten, bis es Ihnen gefällt, zu ſagen, daß ich auch Ihre legitime Ge⸗ mahlin bin.
Dieſer Zeitpunkt ſoll nicht fern ſein, ſagte der Fürſt. Und Sie, meine Herren, wollen auch Sie mir verſprechen, auf Ihr Ehrenwort verſprechen, daß Sie unſer Geheimniß bewahren wollen?
Wir verſprechen es mit unſerm Ehrenwort! riefen die Herren.
Der Fürſt verneigte ſich dankend. Laſſen Sie uns jetzt einzeln, wie wir gekommen, die Kapelle wieder verlaſſen, ſagte er, unſer gemeinſchaft⸗ liches Fortgehen würde auffallen, wenn irgend Jemand von der Diener⸗ ſchaft uns begegnete. Kommen Sie, Herr Baron, Sie begleiten mich! Er reichte dem Attaché ſeinen Arm und verließ mit ihm die Kapelle.
Und Sie begleiten mich, ſagte Mariane, Gentz freundlich zu nickend.
Und ich bleibe hier, für das neuvermählte Paar zu beten, mur⸗ melte der Prieſter, die kleine Sacriſtei verlaſſend und wieder zu dem Altar hinſchreitend.
. WMariane löſte jetzt mit haſtiger Hand die Fürſtenkrone und den Myrthenkranz aus ihrem Haar, und verbarg Beides unter dem ſchwarzen Mantel, den ihr Gentz um die Schultern legte.
Schweigend kehrten ſie wieder über die Treppen und Corridore zu Marianens Gemächern zurück In ihrem Wohnzimmer angelangt, warf Mariane mit einem unbeſch ichen Ausdruck ſtolzer Freude ihren Mantel wieder ab, und legte Myrthenkranz und Krone auf den Tiſch.
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