in Arbeiten, in Liebesaventuren geſtürzt! Alles umſonſt. Inmitten unſerer Feſte war ich traurig, bei meinen Arbeiten war ich zerſtreut, und um meinen Liebesbetheuerungen Leidenſchaft und Wahrheit zu geben, mußte ich die Angen ſchließen und mir einbilden, Sie ſeien es, zu der ich redete.
Und dann gelang es Ihnen, nicht wahr? fragte Mariane lachend.
Ja, dann gelang es mir, ſagte er vollkommen ernſthaft, aber meine Geliebte der Zerſtreuung und Verzweiflung ahnte nicht, daß ich ſie nur deshalb ſo feurig umarmte, weil ich in ihr meine Geliebte des Herzens und der Begeiſterung küßte.
Und wer war Ihre Geliebte der Zerſtreuung und Verzweiflung? fragte Mariane.
Ach, Mariane, können Sie verlangen, daß ich ein Weib verrathen ſoll?
Nein, nein, es freut mich, Sie als einen discreten Cavalier kennen zu lernen. Sie ſollen kein Weib verrathen! Ich will Ihnen den Namen ſagen! Die Geliebte der Zerſtreuung und Verzweiflung war das ſchönſte und bezauberndſte Weib in Berlin, es war die Schau⸗ ſpielerin Chriſtel Enghaus. Mein Freund, ich mache Ihnen mein Compliment, bei dieſer Schönen den Sieg über alle die girrenden, ſchmachtenden, verliebten Fürſten, Grafen und Herren davongetragen zu haben. Sie haben Ihre acht Tage der Verzweiflung wirklich gut und würdig zu benutzen verſtanden!
Und doch, Mariane, doch wiederhole ich Ihnen: ſie war nur meine Geliebte der Zerſtreuung, und nur um Sie zu vergeſſen, ſtürzte ich mich in dieſes Verhältniß!
Sie lieben mich alſo wirklich? fragte Mariane.
Mariane, ich bete Sie an! Sie wiſſen es. Oh, ich darf Ihnen das jetzt ſagen. Früher ſchreckten Sie mich zurück und wollten nichts hören von der Liebe des verheiratheten Mannes. Aber jetzt iſt dieſe Schmach von mir abgefallen, Mariane, jetzt bin ich kein verhei— ratheter Mann! Jetzt bin ich frei und alle Frauen der Welt dürfen ſich kein Gewiſſen mehr daraus machen, mich zu lieben. Ich bin frei, wie der Vogel in der Luft.
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Mein und
Heir
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ſihe


