Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 1. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rücktreten,

iſſen, daß

rlächelnd,

m Begrif

n Man dacht; die

en; ob elken, das

nentgehen

ern Mann

und Sie

lene, nbeneiden hnen niv⸗ ſitzen kann, Vte fir nn ich hube

nir bringen⸗

gönheit, an Aber

1 und einen gaſſen Sie zand an, eb ht ſein

155

wird, Sie dafür zu entſchädigen, daß er Ihnen nicht das Glück und die Liebe geben konnte.

Er reichte ihr mit einem offenen, herzlichen Ausdruck ſeine Hand dar, und das junge Mädchen legte langſam ihre Hand in die ſeine.

Es ſei, ſagte ſie feierlich, ich nehme Ihre Hand an, und ich bin bereit, Ihnen zu folgen. Wir werden kein glückliches Liebespaar, aber wir werden zwei gute und aufrichtige Freunde ſein.

Mehr verlange ich nicht, ſagte Arnſtein ſanft. Nie werde ich Sie mit Anſprüchen und Forderungen beläſtigen, die Ihr Zartgefühl und Ihr Herz verletzen könnten, nie werde ich mehr von Ihnen fordern, als was ich mir hoffentlich verdienen kann: Ihre Achtung und Ihr Vertrauen. Ich werde niemals die aufgeblaſenen Prätenſionen eines Gemahls haben, der von ſeiner Gemahlin die Liebe und die Treue fordert, die er doch ſelber ihr zu bieten nicht vermag. Wir werden vor der Welt vermählt ſein, weiter nichts, aber im Innern Ihres Hauſes, da werden Sie die Freiheit, die Unabhängigkeit finden, da werden Sie jede Ihrer Launen, Ihrer Wünſche befriedigen können, da wird Jeder ſich vor Ihnen beugen und Ihnen gehorchen. Ich zuerſt und vor allen Dingen! Sie ſollen der Glanz, der Stolz und die Freude meines Hauſes ſein, und ihm eine glänzende Stellung in der Geſellſchaft verleihen. Wir wollen ein fürſtliches Haus machen, und Sie ſollen als Fürſtin darin herrſchen. Sind Sie damit zufrieden? Nehmen Sie meinen Vorſchlag an?

Ich nehme ihn an, rief Fanny mit leuchtenden Augen, und ich ſchwöre Ihnen, es ſoll in ganz Wien kein zweites Haus geben, das dem unſern gleicht. Wir wollen ſes zu einem Mittelpunkt der edelſten und beſten Geſellſchaft machen, und inmitten dieſer Geſellſchaft, in welcher Alles ſich vereinen ſoll, was es an Rang, Schönheit und Be⸗ deutſamkeit giebt, wollen wir vergeſſen, daß wir Beide ohne Glück und ohne Liebe an einander gekettet ſind.

Aber ein Tag wird kommen, an welchem Sie die Liebe kennen lernen werden, ſagte Arnſtein. Schwören Sie mir, daß Sie mich an dieſem Tage nicht verwünſchen wollen, weil ich alsdann zwiſchen Ihnen und Ihrer Liebe ſtehe. Schwören Sie mir, daß Sie mich immer als