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Ihren Freund betrachten, als ſolchem mir vertrauen und es mir ſagen wollen, wenn für Sie dieſe unſelige, ſelige Stunde gekommen, in der Ihr Herz ſpricht!
Ich ſchwöre es Ihnen, ſagte Fanny ernſt. Es ſoll immer Wahr⸗ heit zwiſchen uns ſein, dadurch können wir uns wenigſtens vor dem Unglück bewahren, wenn es auch nicht in unſere Macht gegeben iſt, uns das Glück zu erobern! Und jetzt, mein Freund, kommen Sie, geben Sie mir Ihren Arm und laſſen Sie uns in den Salon gehen, wo man uns erwartet. Jetzt beklage und beweine ich den heutigen Tag nicht mehr, denn ich habe ihm einen Bruder, einen Freund zu verdanken! Kommen Sie!
Sie legte Ihren Arm in den ſeinen und folgte ihm in den Salon. Ein ſanftes Lächeln umſpielte ihre Lippen, als die Thür deſſelben ſich öffnete und ſie eintraten; mit einem Ausdruck ſtiller Zufriedenheit ſchaute ſie hinüber zu ihren beiden Schweſtern, die an der Seite ihrer Ver⸗ lobten ſtanden und ſie mit zitternder Ungeduld erwartet hatten.
Keine Hoffnung mehr, murmelte Lydia leiſe, auch ſie nimmt ihr Schickſal an und unterwirft ſich.
Sie macht es wie ich, dachte Eſther, ſie tröſtet ſich mit dem Reich⸗ thum und einer glänzenden Stellung in der Welt. Es giebt auch keinen beſſern und ſchönern Troſt, als dieſen!
In dieſem Angenblick öffnete ſich die Thür, und der Rabbiner in ſeinem ſchwarzen Talar, mit dem Käppel auf dem Haupt, erſchien auf der Schwelle, gefolgt von dem Vorſänger und den Tempeldienern. Eine feierliche Stille trat ein und betend neigten ſich alle Häupter, während der Rabbiner durch den Saal ging, die Eltern der Bräute
zu begrüßen.
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