Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 1. Band (1859)
Entstehung
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Geſellſchaften und ärgere durch meine Pracht dieſe Damen der ſoge⸗ nannten Haute volée, welche ſich zuweilen erlaubt haben, auf die Jüdinnen naſerümpfend herniederzuſchauen. Ob ich Ephraim lieben kann, das weiß ich nicht, aber wir werden ein gutes, glänzendes Haus machen, und da wir auserleſene Diners geben werden, kann es uns an der vornehmſten und ausgeſuchteſten Geſellſchaft nicht fehlen. Das ſind meine Ausſichten in die Zukunft, und wenn ich auch nicht behaupten will, daß ich damit zufrieden bin, ſo weiß ich doch, daß die Andern mich beneiden werden, und das iſt immerhin ſchon Etwas.

Erſtes Bekenntniß! ſagte Fanny lächelnd. Jetzt iſt an Dir die Reihe, Lydia. Nun ſage uns, wie ſteht es mit Dir? Liebſt Du den Herrn Baron von Eskeles, Deinen zukünftigen Gemahl?

Lydia blickte traurig und ſchweigend zu ihr hinüber. Frage mich nicht, ſagte ſie, denn Ihr Beide wißt, daß ich ihn nicht liebe. Ich hatte einſt einen ſchönen Traum. Da ſah ich mich als geliebtes Weib an der Seite eines jungen Maunes, den ich liebte und der mich wieder liebte. Er war Künſtler, und wenn er vor ſeiner Staffelei ſaß, fühlte er, daß er reich und glücklich ſei auch ohne Geld, denn er hatte ſein Genie und ſeine Kunſt. Wenn ich ſeine Gemälde anſchaute und ihn ſelber, den ſchönen begeiſterten Künſtler, dann ſchien es mir, es gäbe auf Erden nur Ein Glück und Einen Reichthum: dieſem Manne anzu⸗ gehören, ihn zu lieben, ihm zu dienen und, wenn es ſein müßte, mit ihm zu hungern und zu darben. Es war ein Traum, und unſer Vater weckte mich daraus, indem er ſagte, daß ich Braut ſei des Barons von Eskeles, daß er ſchon mit dem Vater des Bräutigams handels⸗ einig geworden, und daß in vierzehn Tagen meine Hochzeit ſein ſolle.

Arme Lydia, murmelten die Schweſtern leiſe vor ſich hin.

Eine Pauſe trat ein. Nun? fragte Eſther dann, und Du, Fanny? Du fragſt uns aus, und Du ſelber ſchweigſt? Wie ſteht es mit Dir, mein Kind? Liebſt Du etwa Deinen Verlobten, den Herrn Baron von

Arnſtein, den Compagnon Deines Schwagers Eskeles? Wie? Du

ſchweigſt? Haſt Du uns nichts zu ſagen? Ich habe Euch zu ſagen, daß wir alle Drei unglücklich und be⸗

klagenswerth ſind, ſagte Fanny leidenſchaftlich. Unglücklich und be⸗

klagenswe glänzende hat dana Jeder ha meine E Prinzeſſi haben ke würdigen gehorcher Eitelkeit, unſets) Ja, ſagen u heucheln fühlen!

Ich ich mich mich bie liebſt?

ſtunde ſpreche Salon ich fre angen. und G

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