148
es verſchmähe, ſich vom Ausland zu holen, was er im Inland eben ſo ſchön, wenn nicht ſchöner ſich beſchaffen könne.
Dieſer Erfolg ſeiner Ausſtellung ging indeß weit über die Wünſche des Banquiers hinaus, und er war froh, als endlich die zur Ausſtellung beſtimmten Tage verfloſſen und er ſeine Säle den neugierigen Be⸗ ſchauern ſchließen konnte.
Aber am heutigen Tage ſollten ſie ſich den eingeladenen Gäſten öffnen,
denn heute, wie geſagt, wollte der Banquier Itzig drei ſeiner ſchönen Töchter auf Einmal verheirathen, und das ganze Haus war in Be⸗ wegung, um dieſen Freudentag würdig zu begehen.
Während die Lakaien und Diener in den Sälen beſchäftigt waren, um ſie mit Hülfe von geſchickten Decorateuren prachtvoll auszuſchmücken, während in Küche und Keller hundert geſchäftige Hände die Speiſen und Paſteten für das ſolenne Mittagsmahl vorbereiteten, während Herr Itzig mit ſeiner Gemahlin die letzten Anordnungen zu dem Feſt verab⸗ redete, ſaßen die drei Bräute in traulicher Unterredung in ihrem ge⸗ meinſchaftlichen Wohnzimmer. Alle drei waren ſie jung; die älteſte von ihnen hatte kaum das zweiundzwanzigſte Jahr erreicht. Alle drei waren ſie ſchön, von dieſer energiſchen, impoſanten Schönheit, wie ſie den Orientalinnen eigen iſt, von dieſer Schönheit mit den flammenden, ſchwarzen Augen, dem glänzend ſchwarzen Haar, dem glühenden, dunklen
Colorit, den ſchlanken, üppigen Formen. Alle drei waren ſie in vollſter
Parure, an den entblößten, vollen Armen und Buſen funkelnd von Brillanten und Goldgeſchmeide, die kräftigen hohen Geſtalten umhüllt von weißen Atlasgewändern, über welche koſtbare Spitzenroben nieder⸗ floſſen. Wer ſie ſo geſehen in dieſer Fülle von Schönheit, Anmuth und Jugend, in dieſer Pracht der Umgebung, das glänzende Haar ge⸗ ſchmückt mit den blühenden Myrtenkronen, der hätte meinen ſollen, drei von dem Schickſal Begünſtigte zu ſehen, welche noch keine Sorge, keine Schmerzen gekannt, und über deren Haupt das Glück als ewiger
Sonnenſchein geſtrahlt. Vielleicht war dem auch ſo, vielleicht waren es nur die hohen, vollen Myrtenkränze, welche einen Schatten über die Angeſichter der
waren ſie Erdlich Augen e auf ihre zu gleiche Wos Beide. Ich kann, ſa decken. funkelnde ein weni iter ſteh Andem bin chen inmal d ausſtröm ites N gten ko lette M
ennen
J wollen Vo Alteſt tigam,
Eſ mein Ge ihn ja
iende pe


