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einer gemeinnützigen gemacht. Ueber dem Eingang ſeiner Säle hatte er eine Tafel angebracht mit der Inſchrift:„Ausſtellung von Erzeug⸗ niſſen vaterländiſcher Induſtrie“, außerdem mußte Jedermann beim Eintritt für einige Groſchen eine Karte löſen, und der Betrag dieſer Karten war für die Armen beſtimmt.
Jedermann beeilte ſich daher, nach dem Hauſe des Banquier Itzig zu gehen, um die„Erzeugniſſe vaterländiſcher Induſtrie“ zu be⸗ wundern. Selbſt die Königin war mit einer ihrer Hofdamen ge⸗ kommen, ſich dieſe Herrlichkeiten anzuſchauen, und indem ſie die Pracht der Sammete und Seidenſtoffe, die kunſtvolle Faſſung der Brillanten bewunderte, hatte ſie freudig ausgerufen:„wie glücklich bin ich, zu ſehen, daß Deutſchland wirklich ganz und gar Frankreichs ent⸗ behren und ſelbſt allen ſeinen Bedürfniſſen genügen kann!“
Vielleicht hatte die Königin dieſe Worte ganz harmlos und unbe⸗ fangen gemeint, aber das Publikum gab ihnen Tendenz und Colorit, und die Zeitungen, die öffentliche Stimme des Publikums, konnten nicht müde werden, dieſe Königlichen Worte zu preiſen und die Berliner zum fleißigen Beſuch der„vaterländiſchen Ausſtellung“ zu ermahnen. Die Neugierde beeiferte außerdem den Antheil der Frauen, die politiſche Geſinnung ließ die Männer hingehen. Als man aber erfuhr, daß die Geſandtſchaft der franzöſiſchen Republik dieſen Eifer der Berliner, die „Ausſtellung vaterländiſcher Induſtrie“ zu ſehen, gar übel vermerkt, daß ſogar der franzöſiſche Geſandte es gewagt habe, ſich an der Königlichen Tafel laut und bitter über die Worte der Königin, die ſie in der Ausſtellung des Herrn Itzig geſprochen, zu beklagen, da war die Entrüſtung allgemein und machte jetzt den Beſuch der Ausſtellung zu einer Art nationaler Demonſtration gegen die übermüthigen Franzoſen. Ganze Schaaren von Beſchauern eilten jetzt zu dem Hauſe des Herrn Itzig, und übermüthige junge Leute machten ſich alsdann das Ver⸗ gnügen, truppweiſe auf der Straße, in welcher der franzöſiſche Ge⸗ ſandte wohnte, und grade vor deſſen Hötel ſtehen zu bleiben, um laut und in franzöſiſcher Sprache ſich über die Herrlichkeiten der Ausſtellung des Herrn Itzig zu unterhalten und den edlen Patrioten zu preiſen, der
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