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will Ihnen alſo wenigſtens das mittheilen, was ich über die Preß⸗ freiheit geſagt habe. Wollen Sie es hören?
Ich bin ganz Ohr, ſagte Gualtieri, indem er ſich auf den Di⸗ van ſetzte.
Gentz nahm von ſeinem Schreibtiſch einige beſchriebene Blätter und ſetzte ſich damit ſeinem Freunde gegenüber.
Nun hören Sie, rief er, und mit lauter, begeiſterter Stimme be⸗ gann er zu leſen:
„Von Allem, was Feſſeln ſcheut, kann nichts ſo wenig ſie ertra⸗ gen, als der Gedanke des Menſchen. Der Druck, der dieſen trifft, iſt nicht bloß ſchädlich, weil er das Gute verhindert, ſondern auch, weil er unmittelbar das Böſe befördert. Von Religionszwang darf hier nicht mehr die Rede ſein. Er gehört zu den veralteten Uebeln, worüber zu einer Zeit, wo weit eher die gänzliche Entkräftung reli⸗ giöſer Ideen, als ein fanatiſcher Mißbrauch derſelben zu beſorgen iſt, nur noch leichte Schwätzer declamiren. Mit der Freiheit der Preſſe verhält es ſich anders. Von einer falſchen, durch die Zeitumſtände wenigſtens zu entſchuldigenden Angſt verleitet, könnten hier ſelbſt wei⸗ ſere Männer ein Syſtem begünſtigen, welches, aus ſeinem wahren Standpunkt betrachtet, dem Intereſſe der Regierung nachtheiliger iſt, als es je, auch in ſeiner ſchlimmſten Ausdehnung, den Rechten des Bürgers werden kann.“
„Was ohne alle Rückſicht auf andere Gründe, jedes Geſetz, welches Preßzwang gebietet, ausſchließend und peremtoriſch verdammt, iſt der weſentliche Umſtand, daß es ſeiner Natur nach nicht aufrecht erhalten werden kann. Wenn neben einem jeden ſolchen Geſetz nicht ein wahres Inquiſitions-Tribunal wacht, ſo iſt es in unſern Tagen unmöglich, ihm Anſehen zu verſchaffen. Die Leichtigkeit, Ideen ins Publikum zu bringen, iſt ſo groß, daß jede Maaßregel, die ſie be⸗ ſchränken will, vor ihr zum Geſpött wird. Wenn aber Geſetze dieſer Art auch nicht wirken, ſo können ſie doch erbittern, und das eben iſt das Verderbliche, daß ſie erbittern, ohne zu ſchrecken. Sie reizen gerade diejenigen, gegen welche ſie gerichtet ſind, zu einem Widerſtand, der nicht immer nur glücklich bleibt, ſondern am Ende ſogar rühmlich
wird. Die ar Leben von zw weil eine Art ſcheint. Die gelten und d Vohrheit.“ Wahrheit und von der Finſt wehrten Gemi eine verbotene eitzige Gegen ſeine Kraſt, n Schrnken ſy gut heißt.“ „Nicht al wäre, ob in d mehr oder we Maſſüt zu g lihen Kanpf freiheit das wing Thate zehen, niſſe
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