Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 1. Band (1859)
Entstehung
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Aber Ew. Excellenz waren feſt entſchloſſen, keinen Frieden mit Frankreich zu machen!

Ich war entſchloſſen, ja! Ich bin es in meinem Innern noch, aber man muß nach Außen oft anders erſcheinen, als man iſt, und es ſind Umſtände eingetreten, welche uns für den Augenblick den Frieden wünſchenswerth erſcheinen laſſen! Schrecken Sie nicht zuſammen, mein lieber Graf, ich ſage ja nur für den Augenblick! Innerlich mache ich nie Frieden mit Frankreich und mein Ziel bleibt unverrückt: eines Tages Oeſterreich zu rächen für die Demüthigungen, welche es uns jetzt auf erlegt. Vergeſſen Sie das nie, mein Freund, und nun hören Sie! Es ſind neue Depeſchen angelangt. Maſſena iſt nach einem blutigen Scharmützel mit den Unſrigen ſiegreich in Frieſach eingezogen, und am andern Tage iſt er weiter vorgegangen, um in den engen Schluchten von Neumarkt unſere friſchen Grenadier⸗Regimenter anzugreifen. Der Erzherzog Karl ſelbſt hatte ſich an die Spitze dieſer Regimenter geſtellt und gab unſern Soldaten das Beiſpiel kühnen Muthes. Aber die vereinten, aus Italien und aus Deutſchland zuſammengezogenen fran zöſiſchen Truppen kämpften gegen ihn, und am Abend dieſes unglück lichen Tages mußte der Erzherzog mit ſeinen Grenadieren Neumarkt räumen, in welches die Franzoſen als Sieger eingezogen. Jetzt bat der Erzherzog den franzöſiſchen General um einen vierundzwanzig it zu gewinnen, denn er hoffte, in s von Kerpen an ſich zu ziehen und

ſtündigen Waffeäſtillſtand, um Z dieſer Friſt das Corps des Genera alsdann den Feind wieder zurückzutreiben. Allein es ſcheint, daß dieſer kleine General Bonaparte einen ſcharfen Blick und eine große Divi⸗ nationsgabe beſitzt, denn er ſchlug den Waffenſtillſtand ab und ſandte Streifparthien gegen das Kerpen'ſche Corps aus, ſo daß dies immer

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weiter zurückgedrängt ward. Bonaparte ſel Heer bis Judenburg und Leoben vor. Jetzt blieb dem Erzherzog, um Wien zu retten, kein anderes Mittel übrig, als Friedensvorſchläge zu machen.

Und er hat das gethan? fragte Graf Saurau athemlos.

Er hat das gethan! Er hat zwei unſerer Vertrauten, den Grafen

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