führern
ſpiege
ſich als unſere dankbaren Schuldner betrachten und willenloſe Werk zeuge in unſern Händen ſind, die wir nach Belieben verwenden können.
Wahrlich, Sie ſind ein großer Staatsmann, ein weiſer Herrſcher, rief Graf Sanrau mit allem Enthuſiasmus aufrichtiger Bewunderung. Man wird weiſe, indem man Ihnen zuhört, und glücklich und mächtig, indem man Ihnen gehorcht! Ich fühle mich ganz und gar in Liebe und Anbetung Ihnen ergeben und bin nichts und will nichts ſein, als Ihr aufmerkſamer Schüler.
Seien Sie mein Freund, ſagte Thugut, gehen wir unſern Weg Hand in Hand, behalten wir unſer gemeinſames Ziel vor Augen und ſcheuen wir kein Mittel, um es zu erreichen!
Sagen Sie, was ich thun ſoll, ich folge Ihnen willig, wie der Blinde ſeinem Führer!
Nun, wenn Sie es wünſchen, mein Freund,
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o laſſ uns ein wenig überlegen, wie wir in nächſter Zeit das Staatsſchiff durch die Klippen hindurch lenken wollen, die es von allen Seiten bedrohen Es haben ſich in den wenigen Tagen, welche Sie von hier Sife waren, allerlei Ereigniſſe zugetragen, die den Stand der D weſent lich verändert haben. Als Sie abreiſten, gab ich dem Kaiſer den Rath, auf keinen Fall Frieden zu machen mit Frankreich. Wir rechneten da mals noch auf die Grenadier⸗Regimenter, die wir auf's Neue den Franzoſen entgegengeſchickt und die unter Anführung des Erzher zogs Carl die Engpäſſe bei Neumarkt gegen die vordringenden Franz zoſen vertheidigen ſollten. Wir wußten außerdem, daß das franzöſiſche Heer ſelber ermattet, erſchöpft und friedensbedürftig ſei, denn ohne dies würde der General Bonaparte nicht jenen Brief an den Erzherzog gerichtet haben, in welchem er denſelben auffordert, den Kaiſer von Oeſterreich zum Frieden mit Frankreich zu veranlaſſen. Auf unſern Rath mußte der Erzherzog an Bonaparte eine ausweichende Antwort ertheilen und ihm ſagen, daß er ſich zu ferneren Unterhandlungen Verhaltungsbefehle aus Wien erbitten müſſe.*)
*) Mémoires tirés des papiers d'un homme d'état sur les causes se- erètes qui ont determiné la politique des Cabinets dans les guerres de a
Révolution. Vol. IV. S. 582.


