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wir wollen Frieden, Frieden mit Frankreich! Der Miniſter Thugut ſoll uns Frieden geben mit Frankreich!
Geht doch und ſagt das dem ſtolzen Herrn Miniſter! rief der Redner mit höhniſchem Lachen. Zwingt ihn doch zu thun, was der Kaiſer und was ſelbſt unſer tapferer Erzherzog Carl wünſcht, zwingt den allmächtigen Mann, daß er Frieden macht!
Wir wollen hingehen und ihn bitten, daß er uns Frieden gebe! riefen einzelne Stimmen aus der Menge.
Ja, ja, das wollen wir thun! riefen Andere. Kommt, kommt, laßt uns Alle zum Miniſter Thugut gehen und von ihm fordern, daß er uns den Kaiſer und den Staatsſchatz wieder gebe, und daß er Friede mache mit Bonaparte!
Jetzt kletterte der Mann eiligſt den Laternenpfahl herunter. Seine hohe, herculiſche Geſtalt ragte aber, noch als er ſchon mit den Füßen den Boden berührte, hoch über die Menge empor.
Kommt, ſagte er laut und entſchieden zu den Umſtehenden, kommt, ich führe Euch zum Miniſter von Thugut, denn ich weiß, wo er wohnt, und wir wollen ſo lange ſchreien und lärmen, bis der ſtolze Herr uns den Willen thun muß!
Er ſchritt raſch vorwärts, und die ſtets unmündige und willenloſe Menge folgte jauchzend und ſchreiend ihrem improviſirten Anführer. Nur Ein Gedanke, Ein Wunſch lebte in dieſen Allen: Frieden wollten ſie haben mit Frankreich, damit Bonaparte nicht nach Wien komme, um es in Schutt und Aſche zu verwandeln, wie er es mit ſo vielen italieniſchen Städten gethan.
Ihr Anführer ging mit ſtolzen Schritten vor ihnen her, und wie die Menge hinter ihm immerfort brüllte und ſchrie: Frieden mit Frank reich, flüſterte er leiſe in ſich hinein: Ich denke, ich habe meine Sache gut gemacht, der Erzherzog wird mit mir zufrieden ſein, und wir werden den Herrn Miniſter am Ende doch noch zwingen, Frieden zu machen!
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