Abſchied? rief er außer ſich. Und weshalb Ma⸗ riane willſt Du gehen? Weshalb? fragte ſie mit einem träumeriſchen Lächeln. Weil ich krank bin, weil die Luft Eurer Palläſte mir Schmerzen macht, weil ich ein armes, unbedeutendes Mädchen bin, welches aber dennoch zu ſtolz iſt, um von Eurem Mitleid und Eurem Erbarmen
leben zu mögen!
Nein, nein, dies iſt i der Grund! ſagte der Prinz leidenſchaftlich. Du verbirgſt mir Etwas! Sage mir, Mariane, wao iſt Dir geſchehen? Hat irgend Jemand es gewagt, Dich zu beleidigen? Nenne ihn mir, und mein Zorn ſoll ihn ſtrafen und vernichten!
Niemand hat mich beleidigt, Durchlaucht!
Mein Gott, weshalb alſo willſt Du denn gehen? Siehſt Du denn nicht, daß Du mir unentbehrlich biſt, daß Du mich wieder jung und lebensmuthig machſt, daß Du mit Deinen übermüthigen Scherzen mich wieder das Lachen und die Heiterkeit gelehrt haſt? Mariane, ſage 1 eshalb willſt Du gehen?
Sie ſchwieg. Sue ſchien einen innerlichen Kampf zu kämpfen, ihr Buſen wogte ſtürmiſch auf und ab, ihre Wangen errötheten und erbleichten.
Weshalb willſt Du uns verlaſſen? fragte der Prirz faſt weinend.


