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Mariane fühlte ſich wie berauſcht, ſie war wie in einem Delirium, einer fieberhaften Exaltation.
Ja, ich will reich und vornehm werden, mur⸗ melte ſie. Ich will ſie Alle unter meine Füße treten, Alle, Alle! Aber ich will größer und vornehmer werden, als ſie Alle! Mir ſoll es nicht genügen an einer verborgenen, heimlichen, und verſchleierten Größe! Nein, die ganze Welt ſoll meine Größe ſehen, und mir huldigen müſſen!
Und in einer Art Verzückung ihr Knie beugend und an dieſer Thür niederſinkend, faltete ſie ihre Hände, wie zum Gebet. Ja, ich will groß werden! murmelte ſie. Ich will alle die Vorurtheile und Hin⸗ derniſſe beſiegen, welche mir in den Weg treten könn⸗ ten. Das ſchwöre ich! Ich will keine Ruhe und keine Raſt finden, bevor ich nicht mein Ziel erreicht habe, bevor ich nicht die anerkannte, rechtmäßige Gemahlin des Prinzen bin, das ſchwöre ich! Dies allein ſoll mein Streben, mein Sinnen und Denken ſein! Das ſchwöre ich! Nicht ſoll es mir genügen an dieſer elenden und ſchmachvollen Gnade, die Geliebte eines Prinzen zu werden, das iſt gut genug für eine Gräfin Schwanenkamp! Ich aber habe ein höheres Ziel! Ich will nicht die Geliebte, ſondern die Gemah⸗ lin des Prinzen werden! Ich will nicht zu erröthen


