werde ſelber kommen Ihnen Lebewohl zu ſagen, und Sie an den Wagen zu führen! Das ganze Haus ſoll ſehen, wie hoch und innig ich Sie ehre!—
Und nun zu Prinz Aurelio! ſagte Mariane mit einem fröhlichem Lachen zu ſich ſelber, als ſie leicht und behende wie eine Gazelle über den Corridor ſchlüpfte. Ich werde ſehen, ob die geheime Thür offen iſt!—
Sie war offen, und mit einem unwillkürlichen Beben betrat Mariane durch dieſelbe das Palais des Prinzen.
Heute ſchleiche ich mich als Bettlerin hier ein, ſagte ſie zu ſich ſelber, es wird aber eine Zeit kommen, wo
ich das Palais als Herrin und Gebieterin mit ſtolz⸗ gehobenem Haupt durchwandele.
Sie ſah wunderbar aus. Ihre Augen flammten, ein ſtolzer kühner Ausdruck ſprach aus ihren Mienen, ihre Haltung hatte etwas Herausforderndes und Majeſtätiſches zugleich!
Sie ſtand jetzt vor dieſer Thür, von welcher ſie
wußte, daß ſie ſich in das Arbeitzimmer des Prinzen
öffnete. Um dieſe Stunde war der Prinz in dem⸗ ſelben, das wußte ſie, ſie kannte jede Stunde ſeines Tages, ſie wußte, daß er allein in ſeinem Zimmer, und daß Niemand ſie verhindern würde ihn zu ſehen!
Nur dieſe Thür trennte ſie von ihrer Zukunft, ſie
ſtand vor der Erfüllung ihres Geſchickes! Zum erſten


