immer aus dieſem armen ſchutzloſen jungen Mädchen werden möge, ſie wird wenigſtens niemals ſo niedrig handeln die thörigte Leidenſchaft eines jungen Man⸗ nes zu benutzen, um ſich dadurch vielleicht ein glän⸗ zendes Loos zu begründen! Nein, Frau Gräfin, fürchten Sie nichts von mir! Dieſe Größe, und dieſer Glanz reizt mich nicht. Ich weiß wohl, daß es Weiber gibt, welche ſich für Gold verkaufen, ich aber gehöre nicht zu dieſen! Dies iſt es, was ich Ihnen ſagen wollte! Ich kann und will nicht heimlich und im Dunkel der Nacht dieſes Haus verlaſſen, ich will nicht, daß Sie im Zweifel bleiben, weshalb ich gehe, ſondern ich hielt es Ihrer und Meiner würdig, daß ich Ihnen die Wahrheit ſage!
Wie, Sie wollen uns verlaſſen? rief die Gräfin freudig.
Ich muß es, gnädigſte Frau, denn es würde mir nicht möglich ſein, Graf Hector wiederzuſehen. Und was wollen Sie, auch mein Herz iſt ſchwach! Ich möchte nicht immer Stärke und Geiſtesgegenwart genug haben, ihm zu widerſtehen. Seine Worte tönen ſanft und lieblich, wie Muſik in mein Ohr, und mein Herz erbebt wider Willen bei dem Klang ſeiner Simme.
Mein Gott, mein Gott, Sie lieben ihn—


