Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Was ich damit beabſichtige, Frau Gräfin? Nichts weiter, als Sie um Ihren gütigen Rath zu bitten, und Sie zu fragen, ob Sie in dieſe Verbindung Ihres Herrn Sohnes mit mir willigen werden?

Die Gräfin lachte vor Wuth. Ich einwilligen? Aber Sie ſind raſend, meine Kleine! Sie vergeſſen, daß Sie am Ende doch nichts weiter ſind als eine bezahlte Dienerin, welche ich zu jeder Stunde aus dem Hauſe jagen kann, daß—

Frau Gräfin! rief Mariane faſt drohend.

Nun? fragte die Gräfin, indem ſie Marianen mit kalten ſtolzen Blicken betrachtete.

Dieſe hatte ſchnell ihre Ruhe und Faſſung wieder

gewonnen. Frau Gräfin, Eins mindeſtens habe ich

nicht vergeſſen, ſagte ſie ernſt, ich habe nicht vergeſ⸗ ſen, daß ich Ihnen Achtung und Ehrerbietung ſchul⸗ dig bin! Ich werde daher die beleidigenden Worte, welche ſie geſagt, verſchmerzen, ich werde ſuchen, ſie zu vergeben! Ich werde mich erinnern, daß es der ſchmerzliche Zorn der Mutterliebe war, welcher Sie ſo ſprechen ließ! Aber ſein Sie ruhig, gnädigſte Gräfin! Ich werde die thörigten und unüberlegten Wünſche Ihres Sohnes nicht erfüllen, ich werde niemals ſo vermeſſen ſein, mich in Ihre edle und er⸗ habene Familie eindrängen zu wollen, und was auch

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