Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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fen Sie jetzt, daß ich mich für dieſe Comteſſe Eudora intereſſire, und daß es mir wichtig iſt, von ihr zu hören? Begreifen Sie, daß ich, wie durch unſichtbare Bande an ſie gefeſſelt bin, und mein Herz für ſie einen Haß empfindet, der nur mit den Gluthen der Liebe kann verglichen werden?

Oh, ſeit ich hier in Berlin bin, ſeit ich eine Luft mit ihr athme, ſcheint es mir, als ob dieſe Luft ſich wie glühendes Del in meine Seele ergöſſe, und alle Regungen des Mitleidens, des Erbarmens in derſelben ertödte! Nein, nein, kein Mitleid mit der ſtolzen Grafentochter, kein Erbarmen mit dieſem übermüthigen Weibe, welche mit Männern glaubt ſpielen zu können, keine Schonung mit dieſer Tochter einer verderbten Rage, deren einziger Vorzug ihre Laſter und ihre Verbrechen ſind, und die dennoch ſich wie die unſterblichen Götter dünken, dieſem armen, durch ſie geknechteten und in den Staub getretenen Volke gegenüber!

Leiſe! Leiſe! flüſterte Mariane. Bedenken Sie, daß wir hier in dem Hauſe einer dieſer Göttinnen ſind, und daß dieſe Auserkorenen ſo gut Ohren haben, wie wir! Sprechen Sie leiſer, mein Freund! Aber ſprechen Sie! Ihre Worte ſchlürfe ich mit einer ſcha⸗