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Schach oder Etarts zu ſpielen, welche beide Spiele er leidenſchaftlich liebt. Um mir auch ein wenig Nei⸗ gung für dieſelben einzuflößen, hat der Prinz einen Preis für jedes Spiel, welches ich gewinne, ausgeſ Denken Sie, einen Doppelthaler für jede gewonnene Partie! Sie können alſo denken, welchen Eifer ich darauf verwende, tüchtig und beſonnen zu ſpielen und die Partie zu gewinnen!
Wenn Sie aber verlieren, Mariane? Welchen Preis bekommt der Prinz, wenn er gewinnt?
Einen Kuß! ſagte Mariane lachend. Sie können alſo denken, wie eifrig bemüht auch der Prinz iſt, eine Partie zu gewinnen! Ach, nicht dieſe finſtere Stirn und dieſes argwöhniſche Lächeln, mein Freund! Fürch⸗ ten Sie nichts für mich! Ich bin ſehr prüde und ſehr tugendhaft, nicht ſo ſehr aus Prinzip als aus Klug⸗ heit! Der Prinz hält mich für ein ganz ungezähmtes, wildes, zügelloſes und vollkommen unſchuldiges junges Fohlen und er freut ſich ungemein auf den Moment, wo er dieſes junge, wilde Pferd bändigen und dieſe zügelloſe Unſchuld belehren und weiſe machen wird! Laſſen wir ihm dieſe Freude! Sie wird ihm noch manchen Doppelthaler und manchen hübſchen Schmuck koſten! Es wäre alſo grauſam, ihm vorzeitig dieſe angenehme Täuſchung zu entziehen!


