Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Nun wohl, hören Sie und unterbrechen Sie mich nicht wieder mit Ihren philoſophiſchen Bemer⸗ kungen. Die Gräfin, wie geſagt, hält mich für ein ſehr beſcheidenes, frommes Kind, dagegen iſt es mir gelungen, dem Prinzen Aurelio, dem Beſchützer der Gräfin, eine ganz andere Anſicht über mich einzu⸗ flößen. In Gegenwart der Gräfin ſieht er mich aller⸗ dings auch nur in meiner Geſellſchafterin⸗Miſere, aber ſobald ich mit ihm allein bin, werfe ich die Maske ab und zeige ihm ein wildes, übermüthiges, mediſantes junges Mädchen, das unerſchöpflich iſt an tollen Spä⸗ ßen und neckiſchen Einfällen! Der Prinz fühlt ſich davon beluſtigt und muß oft recht herzlich lachen, was, beiläufig geſagt, ein Glück iſt, welches dieſen blaſirten, gelangweilten Göttern der Erde ſehr ſelten geſchieht!

Sie ſind alſo öfter allein mit dem Prinzen?

Ja, faſt täglich! Denn durch einen ſonderbaren Zufall kommt der Prinz jetzt immer in den Stunden, in welchen die Gräfin entweder in ihren Betſtunden und Conventikeln, oder auch in einer Sitzung irgend eines dieſer frommen Vereine ſich befindet, deren Vor⸗ ſteherin ſie iſt! Der Prinz begibt ſich ſodann in den Salon, um dort die Rückkehr der Gräfin zu erwarten und er läßt mich rufen, um mit ihm eine Partie